Neu formiertes Team in Wustweiler

Mit acht Teams aus dem Landkreis Neunkirchen startet am 7. August die Landesliga Nord in die neue Runde. Vier davon stellen wir heute heraus. Bei Absteiger SV Wustweiler ist mit Stephan Busch nicht nur ein neuer Trainer in der sportlichen Verantwortung – auch im Kader gab es viele Veränderungen.

Bis zum letzten Spieltag haben sie gekämpft, am Ende war aber alles umsonst. Nach einem 3:3 am finalen Spieltag der Saison 2015/16 gegen den TuS Rentrisch und den zeitgleichen Sieg des SV St. Ingbert gegen den FC Homburg II (2:1) stand der SV Wustweiler als Absteiger aus der Verbandsliga Nordost in die Landesliga Nord fest.

Dort präsentiert sich der Club in der bald beginnenden Spielzeit mit einem neuen Übungsleiter und einer neu formierten Mannschaft. Stephan Busch (bislang SV Hirzweiler-Welschbach) hat das Traineramt übernommen. Er löste Interims-Trainer Oliver Kohler ab. Neben Kohler haben auch sechs Spieler dem Club den Rücken gekehrt - darunter mit Kevin Gemeinder auch der beste Torschütze der Vorsaison (sieben Treffer). Doch die Zahl der Zugänge ist weit größer. Satte elf Neuzugänge kann Wustweiler präsentieren.

Der Bekannteste ist Dominik Groß (früher SV Elversberg und SF Köllerbach), der nach Wustweiler umgezogen ist. "Dominik hat aber noch großen Trainingsrückstand", warnt Trainer Busch vor allzu großen Erwartungen an den Ex-Profi, der auch schon beim SV Blickweiler und zuletzt bei der SG Hassel spielte. Außerdem gelang es Wustweiler einige ehemalige Spieler zu einer Rückkehr zu bewegen. Darunter sind beispielsweise Luis Cupelli (vom SC Friedrichsthal) und Jochen Meiser (vom FC Kutzhof).

Wegen der neuen Spieler wird Wustweiler von einigen Trainern der Liga auch als Titelkandidat gesehen. Busch ist da aber anderer Meinung. "Normalerweise könnten wir unter den ersten Sechs mitspielen. Aber momentan sind wir da weit davon entfernt", erklärt der Übungsleiter. "Der Grund dafür ist, dass wir einige Verletzte haben und zudem die Trainingsbeteiligung zu wünschen übrig lässt", moniert Busch.

Deutlich zufriedener als Busch ist dessen Nachfolger in Hirzweiler-Welschbach, Helmar Recktenwald, mit dem Engagement seiner Truppe. "Ich bin positiv überrascht vom gutem Trainingsbesuch", freut sich Recktenwald. Eifer in den Übungseinheiten ist für seine Mannschaft wichtig, wenn sie das Saisonziel Ligaverbleib erreichen will. Denn der SV schrammte vergangene Runde nur haarscharf am Abstieg vorbei. Und jetzt haben auch noch einige Stammkräfte den Club verlassen. Torwart Fabian Geßner ist zu Saarlandligist SC Friedrichsthal gewechselt, Pascal Schmidt und David Schorr zum Nachbarn VfB Hüttigweiler, Marc-Dennis Neu zum SV Furpach.

Selbes Ziel in Humes und Illingen

Auch der SV Humes und der SV Illingen kämpften vergangene Saison lange gegen den Abstieg. Genau wie bei Hirzweiler-Welschbach lautet auch bei diesen beiden Clubs das Saisonziel für diese Runde Ligaverbleib. Der neue Trainer des SV Humes, Markus Pinter, kann dabei auf exakt denselben Kader wie in der Vorsaison zurückgreifen. Bei den Grün-Weißen gab es weder Zu- noch Abgänge. "Humes spielt seit Jahren überwiegend mit einheimischen Spielern. Diesen Weg wollen wir fortsetzen. Deshalb hätten wir nur einen Spieler verpflichtet, wenn er uns wirklich weiter gebracht hätte", erklärt Pinter.

In Illingen muss Trainer Patrick Rudigier dagegen sein Team etwas umbauen. "Wir haben nominelle Leistungsträger verloren", erklärt er. Dabei denkt er an Marc Schäfer (SV Habach), Jonas Müller (Wustweiler) oder Hendrik Grätz (Spvgg. Quierschied II). Die Abgänge sollen durch junge Spieler wie Julian Turnier oder Pascal Woll (beide eigene Jugend) ersetzt werden.