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Naturschutz Hand in Hand mit der RAG

Naturschutz Hand in Hand mit der RAG

Heinitz. Den kleinen Fußweg hinab zum idyllisch gelegenen Schlammweiher Geisheck nahmen die Herren in Büroanzügen gestern gerne auf sich. Unter ihnen Professor Hans-Peter Noll, der Vorsitzende der Geschäftsführung von RAG Montan Immobilien und Neunkirchens Oberbürgermeister Jürgen Fried als Verbandsvorsteher der LIK Nord (Landschaft der Industriekultur Nord)

Heinitz. Den kleinen Fußweg hinab zum idyllisch gelegenen Schlammweiher Geisheck nahmen die Herren in Büroanzügen gestern gerne auf sich. Unter ihnen Professor Hans-Peter Noll, der Vorsitzende der Geschäftsführung von RAG Montan Immobilien und Neunkirchens Oberbürgermeister Jürgen Fried als Verbandsvorsteher der LIK Nord (Landschaft der Industriekultur Nord). Wenig später unterzeichneten sie und weitere Vertreter der RAG eine Kooperationsvereinbarung, in der die Partner des Großprojektes die Umsetzung der Wettbewerbsidee bestätigen. Wie mehrfach berichtet, hat der Zweckverband LIK Nord vor drei Jahren beim Bundeswettbewerb Idee Natur den ersten Preis in der Kategorie "Urbane, industrielle Landschaften" erhalten. Mit der Vereinbarung stellen die Partner die Weichen für die praktische Umsetzung der Wettbewerbsidee. Ganz konkret heißt dies zum Beispiel, dass die Schönheit und die Bedeutung des Geisheckweihers in den Blickpunkt gerückt werden. "Der Weiher gehört zu den Top 5 der Biotope im LIK Nord", sagte deren Geschäftsführer Detlef Reinhard gestern der SZ. "Wir werden ein Auge auf dieses Kleinod haben, damit er nicht weiter zuwächst." Doch der Weiher ist nur ein kleiner Teil des großen Naturschutzvorhabens, für dessen Realisierung natürlich auch Grundstücksangelegenheiten geregelt werden müssen. Darüber hinaus sind Dienstleistungen wie Aufgaben des Immobilienmanagements und Ingenieurleistungen zu erbringen. Für diese Aufgaben sei die RAG Montan prädestiniert, sagte deren Repräsentant Saar Rudolf Krumm. Hans-Peter Noll bekräftigte, dass die RAG stolz sei, in einem solchen Projekt mitarbeiten zu dürfen. Zur Genehmigung der Förderung wurde bereits ein umfassender Pflege- und Entwicklungsplan vorgelegt. Die Prüfung wird noch in diesem Jahr abgeschlossen. "Wir bringen 260 Hektar Flächen im Projektgebiet an den Zweckverband LIK Nord ein", so Noll.Auf die Umgebung mit ihrem "großartigen Weiher" ging Verbandsvorsteher Fried ein. "Ich hoffe, dass wir auch touristisch von dem Projekt profitieren werden." Nach dem Rückzug der Montanindustrie sei ein Vakuum entstanden bei den Menschen. Das Vakuum in der Landschaft sei noch nicht da; das Projekt biete die Chance, die Landschaft wieder schätzen zu lernen und eine neue Identität zu stiften. Wichtig sei, dass vor einem Gebietserwerb die bergrechtlichen Verfahren abgeschlossen seien.

lik-nord.de