Naturschützer fordern in Sachen Globus klare Kante vom Ministerium

Naturschützer fordern in Sachen Globus klare Kante vom Ministerium

Die Naturschutz-Landesverbände von Bund und Nabu sowie die örtlichen Nabu-Gruppen Unteres Illtal, Merchweiler, Schiffweiler und Neunkirchen schalten sich in die aktuelle Diskussion um den geplanten Bau eines Verbrauchermarktes auf einer Fläche des Naturschutzgroßprojektes "Landschaft der Industriekultur Nord" (Lik.Nord) ein.

Das Projekt "auf der grünen Wiese" folge einer Ansiedlungspolitik von gestern und lasse jeden Anspruch auf nachhaltigen Umgang mit begrenzten Flächen vermissen, sagte der stellvertretende Bund-Landesvorsitzende Michael Grittmann. Es mache keinen Sinn, seitens der Landespolitik in Nachhaltigkeitsstrategien Flächenverbrauchsbegrenzungen zu fordern und im Alltag mit wenigen Federstrichen 50 000 Quadratmeter Waldfläche für eine Ansiedlung zu genehmigen, die den Autoverkehr in der Region noch zusätzlich anwachsen lasse und Städte und Gemeinden in ihrer Innenentwicklung schwäche, bemerkt Grittmann.

Die beiden Umweltverbände, die das Projekt Lik.Nord von Beginn an mit begleiten, fordern von Lik-Mitgliedern und Land, sich an der bei Gründung im Rahmen einer Verwaltungsvereinbarung gegebenen Zusagen ("keine Bebauung auf der gesamten Flächenkulisse") zu halten. Eine Ansiedlung auf einer Fläche, die zum Naturerbe der Bundesrepublik Deutschland gehöre, sei Bundesweit sicher ein Novum, ergänzt der stellvertretende Landesvorsitzende des Nabu, Karl Rudi Reiter.

Die Naturschützer fordern vom Umweltministerium, klare Kante für Naturschutz und Nachhaltigkeit zu zeigen. Dass Umweltstaatssekretär Roland Krämer , der als Unterstützer von Globus gilt, als "Wirtschaftsförderer" für Globus auftrete, bezeichnen die Verbände als "verkehrte Welt" und behalten sich dazu auch juristische Schritte vor.