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Nachmittagsbetreuung wird neu strukturiert

Nachmittagsbetreuung wird neu strukturiert

Wellesweiler. In Wellesweiler sollen mit Beginn des neuen Schuljahres der städtische Kinderhort und die Freiwillige Ganztagsschule (FGTS) zusammengeführt werden. Vor der Beratung und einer Beschlussfassung im Neunkircher Stadtrat Ende des Monats hat der Ortsrat Wellesweiler in seiner Sitzung am Mittwoch die Zusammenführung des Kinderhortes und der FGTS Wellesweiler einstimmig befürwortet

Wellesweiler. In Wellesweiler sollen mit Beginn des neuen Schuljahres der städtische Kinderhort und die Freiwillige Ganztagsschule (FGTS) zusammengeführt werden. Vor der Beratung und einer Beschlussfassung im Neunkircher Stadtrat Ende des Monats hat der Ortsrat Wellesweiler in seiner Sitzung am Mittwoch die Zusammenführung des Kinderhortes und der FGTS Wellesweiler einstimmig befürwortet.Die Hintergründe und Vorzüge dieser neuen Einrichtung hatte zuvor Beigeordneter Sören Meng als zuständiger Dezernatsleiter der Stadtverwaltung erläutert. Er klärte darüber auf, dass der städtische Kinderhort in der Grundschule Wellesweiler, in dem zurzeit für 19 Schüler eine Nachmittagsbetreuung bis 18 Uhr angeboten wird, aufgrund der räumlichen Verhältnisse nur mit einerbefristeten Sondergenehmigung des Landesjugendamtes betrieben wird. Diese Erlaubnis laufe zum Ende des Schuljahres aus und deshalb bestehe dort Handlungsbedarf. Die Eltern seien darüber informiert. In der FGTS, die seit 2006 unter der Trägerschaft des Diakonischen Werks nach den Vorgaben eines Landesförderprogramms betrieben wird, werden derzeit 40 Kinder von pädagogischen Fachkräften und Hilfspersonal beaufsichtigt. Nach dem Willen von Schulleitung, Eltern und Verwaltung sollen der Hort und die FGTS mit Beginn des Schuljahres 2013/14 nach dem Kooperationsmodell Jugendhilfeschule zusammengeführt werden. Träger dieser neuen Einrichtung sei die Stadt Neunkirchen, mit im Boot seien aber auch Landkreis und Land, erläuterte Meng. Voraussetzung sei der Abschluss eines Kooperationsvertrages zwischen Stadt, Schule und Landkreis, in dem alle wichtigen Konditionen für den Betrieb der neuen Einrichtung festgelegt werden.

Meng verwies darauf, dass dieses Modell seit drei Jahren schon erfolgreich in Furpach praktiziert wird. Dort würden täglich 100 Schüler zu einem vom Land festgesetzten Elternbeitrag von monatlich 60 Euro bis 17 Uhr betreut. Darüber hinaus biete die Stadt in Furpach zusätzliche Betreuungszeiten vor dem Unterricht ab 7 Uhr und nach dem Unterricht bis 18 Uhr an, für deren Inanspruchnahme die Eltern monatlich 30 Euro zu entrichten haben. Die Konditionen der FGTS Furpach, die sich gut bewährt haben, sollen in Wellesweiler übernommen werden. In dem neuen Modell in Wellesweiler könnten täglich 60 Kinder qualitativ hochwertig betreut werden, erklärte der Beigeordnete, und es sei auch eine Betreuung in den Ferien eingeschlossen.

Obwohl der Personalbestand des Hortes um eine pädagogische Fachkraft und eine Hauswirtschaftskraft erweitert werden müsse, verursache die neue Betreuungsform im Vergleich zum jetzigen Hort nur unwesentliche Mehrkosten. "Wir können mit diesem Modell etwas Gutes für Wellesweiler erreichen", versicherte Meng, "und wir können einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Schulstandortes Wellesweiler leisten." heb

"Die neue Betreuungsform verursacht im Vergleich zum Hort nur unwesentliche Mehrkosten."

Sören Meng