| 20:32 Uhr

Viertklässler willkommen
Nach Herzenslust ausprobieren und experimentieren

Der dreijährige Moritz Fegert zeigte bei den Physik-Experimenten von Andreas Wagner schon jetzt großes Interesse.
Der dreijährige Moritz Fegert zeigte bei den Physik-Experimenten von Andreas Wagner schon jetzt großes Interesse. FOTO: Jörg Jacobi
Neunkirchen. Spannende Einblicke gab es für die Besucher am Tag der offenen Tür am Neunkircher Steinwald-Gymnasium. Von Jörg Gustav Jacobi-Vogelgesang

Jede Menge zu erleben gab es für die künftigen Fünftklässler. Auf spielerische Art und Weise die Welt der Biologie kennenlernen und auch selbst verschiedene Experimente durchführen. Das konnten die Besucher am Tag der offenen Tür am Neunkircher Steinwald-Gymnasium. Die Gäste, darunter natürlich jede Menge Vierklässler und ihre Eltern, konnten auch in der Physik das Phänomen der Lichtbrechung untersuchen. Fans von Indianern konnten erfahren, wie diese es geschafft haben, mit einem Speer einen Fisch im Wasser zu treffen – kein leichtes Unterfangen. Jedes Jahr wieder beliebt: Das Experiment mit dem riesigen Schaumkuss in der Vakuumglocke. Mit leeren Händen mussten die Vierklässler auch nicht nach Hause gehen. Wer wollte, der konnte eine kleine Stofftasche mit Siebdruck bedrucken. Die kann eventuell dann später dazu dienen, das Material für den Kunstunterricht in der fünften Klasse zu transportieren, meinte Oberstudiendirektor Albert Stoll gegenüber der SZ. Oder man nahm gleich was in der Tasche mit: Celine Rutz und Channon Brill halfen beim Herstellen von duftenden Bienenwachskerzen. Auch konnten die Kinder helfen beim Einlöten der Wachsplatten in gedrahtete Holzrähmchen, die im Frühjahr für den Honig­raum der Schulbeinen gebraucht werden. Schließlich hat die Schule ein Projekt, das drei Bienenvölker betreut. In der Schülerbilbiothek konnten die kleinen Besucher – mit Unterstützung der Schüler der 5c, die hier auch Führungen machten – ein Bibliotheksrätsel lösen. Für die Musikliebhaber schließlich gab es die Möglichkeit, sich im Musiksaal ein Bandinstrument ihrer Wahl – Schlagzeug, Bass, E-Gitarre, Klavier – auszusuchen und einen Rock-Song einzustudieren. Mitglieder der Schülerband und die Musiklehrerinnen Carina Peitz und Christina Bost halfen dabei. Einige Kinder probierten sogar mehrere Instrumente aus. Alle hatten sichtlich Spaß dabei, den Song zu präsentieren.



Natürlich gab es nicht nur viel auszuprobieren, auch jede Menge Infos über die mögliche künftige Schule gab es. So konnten die Besucher der MINT-ec-Schule auch das neue Fachraumkonzept kennenlernen. Statt Klassenräume hat die Schule zu Beginn des Schuljahrs auf das Fachraumprinzip umgestellt, sprich alle Klassen und Kurse werden ausschließlich in ausgestatteten Fachräumen, etwa im Mathematik-, Politik- oder Deutsch-Raum, unterrichtet. Auch von der Doppelstunden-Regelung erfuhren die Besucher: Der Fachunterricht findet stets in Doppelstunden statt. Die Schüler haben also weniger Fächer an einem Tag, können sich besser vorbereiten und der Ranzen der Kleinen wird auch leichter, wie Stoll erklärte.

Marleen Fegert hat‘s gefallen. Wie sie der SZ sagte, will sie auf jeden Fall aufs Steinwald-Gymnasium wechseln. „Es ist eine sehr schöne Schule, und ich habe mit der Oma zusammen viel Interessantes gesehen.“