Nach dem Filmgenuss ist Zeit zum Reden

Nach dem Filmgenuss ist Zeit zum Reden

Neunkirchen. Für besondere Filme, die nicht dem Massengeschmack entsprechen, muss man normalerweise bis in die Landeshauptstadt fahren. Die Kirche macht es jetzt möglich, dass solche Kinoschmankerl auch in Neunkirchen laufen. Mit "die Kirche" sind die Pfarrei St. Marien, das Dekanat Neunkirchen, die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) und das Bistum Trier gemeint

Neunkirchen. Für besondere Filme, die nicht dem Massengeschmack entsprechen, muss man normalerweise bis in die Landeshauptstadt fahren. Die Kirche macht es jetzt möglich, dass solche Kinoschmankerl auch in Neunkirchen laufen. Mit "die Kirche" sind die Pfarrei St. Marien, das Dekanat Neunkirchen, die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) und das Bistum Trier gemeint. Diese Kooperationspartner haben den Cinetower Neunkirchen als Spielort gewinnen können für das neue pastorale Projekt "Rollenwechsel - Kirche im Kino", das am Montag, 12. März, startet. Pastoralreferent Philipp Spang und Pfarrer Michael Wilhelm stellten das Projekt in der SZ-Lokalredaktion vor. Es sollen nämlich nicht nur qualitativ hochwertige Filme gezeigt werden, sondern auch Filme, über die es sich lohnt zu diskutieren. "Bei Rollenwechsel interessieren uns Filme, die etwas über das menschliche Leben in den unterschiedlichsten Facetten zu erzählen haben", sagt Spang. Es gehe dabei nicht um fromme "Heile-Welt-Geschichten", sondern eher um das Gegenteil: um Scheitern, Schuld, Gewalt, um lebensfeindliche Grenzen in Beziehungen, aber auch um Beispiele von gelingendem Leben. Beispiele: Ziemlich beste Freunde, Habemus Papam - ein Papst büxt aus, Almanya - Willkommen in Deutschland oder der mit dem Oscar prämierte Film In einer besseren Welt. Eben "Filme, die nicht explizit christlich sind, aber doch im Horizont unseres Glaubens Antworten auf Lebensfragen bieten", bringt es Pfarrer Wilhelm auf den Punkt. Bis Ende Mai sollen in der Reihe jeweils montags um 20 Uhr und mittwochs um 17 Uhr die Filme im Cinetower laufen. Und dies zum Sonderpreis von nur fünf Euro. Philipp Spang und Birgit Persch-Klein (KEB) wollen nach der Vorstellung im Kinosaal mit interessierten Filmfans über das Gesehene ins Gespräch kommen. Die Veranstalter würden sich freuen, wenn sich alle Generationen angesprochen fühlen würden. hekKartenvorbestellung: Telefon (06 82 1) 92 34 10.