Nabu betrachtet Baumfällungen in Kommunen kritisch

Nabu betrachtet Baumfällungen in Kommunen kritisch

Der Naturschutzbund befürchtet, dass Kommunen unnötig viele Bäume fällen, seitdem es in der Innenstadt von Trier einen tragischen Unglücksfall gegeben hat (SZ vom 27. Dezember). Auch SZ-Leser Jürgen Dippe aus Neunkirchen ist verärgert über das Fällen einer Eiche am Furpacher Weiher. Der rund 100 Zentimeter dicke Stamm sei am 28. Dezember gefällt, in zwei Teile zerlegt und abtransportiert worden. Dem Anschein nach sei der Baum gesund gewesen, berichtet Dippe unserer Zeitung.

Der Neunkircher Bürgermeister Jörg Aumann , als Dezernent für den Grünbereich zuständig, erklärt jedoch: "Die Bäume im Furpacher Gutspark wurden gefällt, weil einige vom Hallimasch, einem äußerst aggressiven Pilz, befallen waren. Nichts zu tun wäre gleichbedeutend damit gewesen, in einigen Jahren alle Bäume fällen zu müssen. Wir bemühen uns, die Gründe für notwendige Fällungen über die Medien, die Ortsvorsteher und die Ortsräte zu kommunizieren, wie zum Beispiel in Furpach die Fällung der Kastanie am Wallratsroth und der Eiche an der Sparkasse. Manchmal müssen einzelne Bäume zum Schutz der übrigen gefällt werden, da sonst der gesamte Bestand gefährdet ist."

Eine Baumschutzsatzung, wie vom Nabu gefordert, helfe da auch nicht, erklärt der Bürgermeister. Im Zuge der Verkehrssicherungspflicht müssten vorsorgliche Maßnahmen ergriffen werden, damit im Falle von abstürzenden Ästen keine Person zu Schaden komme.

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