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Müll am Straßenrand verärgert Anwohner des Sinnerthaler Weges

Müll am Straßenrand verärgert Anwohner des Sinnerthaler Weges

Bereits im vergangenen Jahr beschäftigte sich der Ortsrat mit dem Müll-Problem im Sinnerthaler Weg - eine dauerhafte Besserung blieb bisher aus. Der Spedition ist die Angelegenheit laut PR-Referent unbekannt gewesen.

Konservendosen, Essensreste oder Plastiktüten: Ein Anblick, der sich den Anwohnern des Sinnerthaler Weges oft bietet - zu oft finden sie. Mit dem Betreff "Wegerand verkommt zum Müllplatz" wandten sie sich schriftlich an unsere Zeitung. Die Anwohner klagen über Müllablagerungen an der Zufahrt zur Spedition Hellmann, die in der Straße "Beim Alten Hof", die an den Sinnerthaler Weg angrenzt, liegt. "Die dort in der Straße abgestellten Lkw entsorgen ihren Abfall am Wegesrand", schreiben die Anwohner. Genauer gesagt landen die Abfälle in einem kleinen Graben neben dem Wegesrand. Je nach Wetterlage treibe der Wind Papier und Plastiktüten in den bewohnten Bereich der Schlawerie. Der Speditionsparkplatz dagegen sei sauber. "Scheinbar fühlt sich weder die Stadt Neunkirchen , noch die Spedition Hellmann für das Abstellen dieses Zustandes verantwortlich", drücken die Anwohner ihre Enttäuschung aus.

Ortsvorsteher Volker Fröhlich, der selbst im Sinnerthaler Weg wohnt, widerspricht dem Vorwurf, dass sich die Stadt nicht kümmere. Im Sommer vergangenen Jahres habe er das schon damals bestehende Problem im Ortsrat angesprochen, daraufhin habe die Verwaltung mit der Spedition Kontakt aufgenommen, sagt Fröhlich unserer Zeitung. Das Problem sei dann drei bis vier Monate behoben gewesen, danach habe wieder vermehrt Müll am Wegesrand gelegen. "Ich werde das Thema auf jeden Fall noch im ersten Halbjahr dieses Jahres im Ortsrat ansprechen", sagt Fröhlich.

Christoph Dransmann, PR-Referent der Spedition Hellmann, schreibt auf SZ-Anfrage, dass in der Niederlassung Neunkirchen "von bereits gelaufenen Gesprächen in dieser Angelegenheit nichts bekannt war". Der Niederlassungsleiter habe sich nach unsere Anfrage gestern Morgen persönlich ein Bild von der Lage gemacht und "ebenfalls festgestellt, dass dort ein wenig mehr Müll als üblich liegt". Ob dieser, wie von den Anwohnern angenommen, von den Lastwagen-Fahrern stamme, habe er nicht abschließend klären können. Dagegen spreche, dass diese auf der gegenüberliegenden Seite des Grabens parkten und somit nicht in unmittelbarer ‚Wurfweite' stünden. Die Müllablagerungen könnten auch eine Folge des starken Windes der letzten Wochen sein, gibt Dransmann zu bedenken.

Der gestrige Rundgang des Niederlassungsleiters habe ergeben, dass die am Wegesrand abgestellten Lkw weder zu der Spedition Hellmann gehörten noch zu ihren Anlieferern oder Abholern. Dass die von den Anwohnern beklagte Umweltverschmutzung ein Ärgernis ist, sieht die Spedition aber genauso. Daher werde sie die Situation im Auge behalten "und im Rahmen ihrer Möglichkeiten versuchen, firmenfremde Fahrer, zu denen Kontakt besteht, zu sensibilisieren. "Allerdings ist hier unsere Weisungsbefugnis natürlich extrem eingeschränkt", gibt PR-Referent Dransmann zu bedenken.

Den Tipp für diesen Artikel bekamen wir von Leser-Reportern aus dem Sinnerthaler Weg. Wenn Sie Interessantes zu erzählen haben, hinterlassen Sie eine Nachricht unter Tel. (06 81) 5 95 98 00, mailen Sie an leser-reporter@sol.de oder nutzen Sie das Formular: www.saarbruecker-zeitung.de/leserreporter