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Mopedfahrer stürzt wegen fehlendem Umleitungsschild

Mopedfahrer stürzt wegen fehlendem Umleitungsschild

Ein fehlendes Verkehrsschild ist SZ-Leserreporter und Mopedfahrer Bernd Schröder in Neunkirchen teuer zu stehen gekommen. Er stürzte am Freitagmorgen, weil er nicht wusste, wo es für ihn weitergeht.

Bernd Schröder an der Unfallstelle. Foto: Robert Schmidt. Foto: Robert Schmidt

Der Hintergrund: weil zur Zeit im Plättchesdohle gebaut wird, wird noch bis zum Ende der Woche der Verkehr in Richtung Neunkirchen-City umgeleitet. Auto- und Motorradfahrer fahren über die B 41, für Fußgänger und Fahrradfahrer gibt es eine Umleitung über die Hasselbachstraße. Eine Gruppe hat der Landesbetrieb für Straßenbau allerdings nicht bedacht: die Fahrer von kleinen Motorrädern. Man habe "von der separaten Beschilderung einer Umleitungsstrecke für Leichtkrafträder abgesehen, um einen Schilderwald zu vermeiden", teilt der Landesbetrieb mit. Und weiter: "Bei der Suche nach geeigneten Strecken müssen wir an die Eigenverantwortung der Verkehrsteilnehmer appellieren." Bei einer erneuten Sperrung im kommenden Frühjahr werde man die Belange dieser Fahrer aber "angemessen berücksichtigen." Schröder ärgert sich über solche Antworten. Er befürchtet, dass noch andere wie er stürzen könnten, verbotenerweise die gefährliche B 41 oder die Fahrradumleitung befahren - und dann in einer Sackgasse landen. Rechtlich ist das fehlende Schild jedoch nicht zu beanstanden. "Straßenverkehrsbehörden können bei bestimmten Anlässen den Verkehr umleiten - sie müssen es aber nicht", erklärt Wilfried Pukallus, Vorstand für Verkehr und Technik im ADAC Saarland.