Mix aus Kommerz und Kultur

Die Neunkircher Kulturgesellschaft will in Zukunft mit der Hotel- und Reisebranche kooperieren. Am Montag präsentierte sie auf „Kultur trifft Tourismus“ ihr neues Programm mit Glanzlichtern wie „Big Bang Boom“.

Rund hundert Akteure haben am Montagnachmittag die Plattform "Kultur trifft Tourismus" in der Gebläsehalle zum Netzwerken genutzt. Auch die Neunkircher Kulturgesellschaft nahm am Infomarkt teil und zog anschließend eine positive Bilanz.

"Wir wollen uns vor allem mit Hotels und Reiseunternehmen austauschen", erklärte Tim Masson vom Veranstaltungsmanagement, und das sei heute gelungen. Denn neben Kulturinstitutionen waren auch einige Hoteliers und Gästeführer am Montag auf der Messe. In Zukunft plane die Kulturgesellschaft Kooperationen mit dem Holiday Inn in Neunkirchen , aber auch mit Busreiseunternehmen, so können beispielsweise Anreisen für Besucher zu Veranstaltungen einfacher gestaltet werden.

Im Mittelpunkt von "Kultur trifft Tourismus" stand am Montag die Gebläsehalle selbst. "Sie ist multifunktional und bietet vielfältigen Raum", erklärte Oberbürgermeister Jürgen Fried . Das Veranstaltungshaus liegt direkt im Stadtzentrum und bietet durch die unmittelbare Nähe zu Saarpark-Center, Stummscher Reithalle oder Eventgastronomie im Wasserturm einen "Mix an Möglichkeiten".

Und das beeindruckte auch die Fachbesucher. Diese konnten sich nicht nur während der Messe ein Bild von der Halle machen, sondern hatten zudem die Chance eine Führung durch das alte Hüttenareal mitzumachen. Auch Susanne Burger, Projektleiterin des Vereins Kulturschlüssel, ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen. "Die Halle ist wirklich beeindruckend", so Burger. Ihr Verein Kulturschlüssel begleitet Menschen zu Veranstaltungen. "Wir waren auch schon mit einigen Pflegebedürftigen hier in der Halle gewesen", erzählte Burger. Auch am Freitag, 27. Februar, ist der Verein mit rund acht Personen bei "Der alte Mann und das Meer" in der Gebläsehalle dabei.

Rainer Raber zeigte sich von dem ehemaligen Industriegebäude begeistert. "Die Gebläsehalle hat einen ganz besonderen Charme. Sie hat ihre ursprüngliche Charakteristik als Hüttenareal behalten, die moderne Licht- und Innenausstattung füllt sie dennoch mit neuem Leben", erklärt das Vorstandsmitglied des Saarländischen Museumsverbandes. Es sei ein Mix aus Kommerz und Kultur.

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