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Mit Harfenklängen zu den schottischen Highlands

Neunkirchen. Es war ein musikalischer Festschmaus für Freunde keltischer und gälischer Klänge: Das Konzert der Musiker um Harfenist Thomas Loefke entführte die Zuhörer mit Liedern und Fotos zu wild-romantischen Gegenden. mhu

Auf eine musikalische und visuelle Entdeckungsreise ging es für die Besucher der Stummschen Reithalle. Das Quintett um Harfenist Thomas Loefke entführte seine Zuhörer in seiner "Atlantic Bridge Session" von den beeindruckenden Landschaften der Färöer-Inseln über die schottischen Highlands bis in irische Höhlen hinein.

Klänge von den Faröer-Inseln

Die Musiker bezogen sich dabei ganz bewusst auf ihre musikalischen Wurzeln: Mit der bekannten irischen Geigerin Máire Breatnach und Angelika Nielsen, die von den Färöer-Inseln stammt, war den Konzertbesuchern ein stimmiger Abend garantiert.

Dazu trugen auch Hannah Alkire und Joe Scott bei. Die beiden US-Amerikaner, die sich bereits als Duo "Acoustic Eidolon" einen Namen gemacht haben, wussten ebenfalls zu überzeugen. Zu hören gab es vor allem keltische, gälische und schottische Akustik-Stücke, mal vorgetragen im Quintett, mal einzeln oder zu zweit.

Zur Atmosphäre trug dabei aber auch die visuelle Gestaltung des Abends bei. So konnten die Zuhörer auf einer Leinwand über der Bühne Fotos von Thomas Loefkes Reisen bestaunen und dadurch hautnah dabei sein an den Orten der musikalischen Reise.

"Überall wo ich hinfahre, mache ich auch Bilder. Manchmal ist es auch so, dass ein Stück, das man komponiert, zu diesen vielen Bildern dazugehört. Das wollte ich den Leuten hier zeigen", verriet Loefke der SZ.

Der Berliner Harfenist hatte zuvor schon mit allen Musikern zusammengearbeitet. Bei der "Atlantic Bridge Session" standen die fünf Instrumentalisten nun erstmals gemeinsam auf der Bühne - nicht nur für Loefke ein "musikalisches Fest".

Für Abwechslung sorgten auch die Gesangseinlagen des Abends. Hannah Alkire beeindruckte bei ihrer Interpretation von Joni Mitchell's "Both Sides Now", während Joe Scott sie auf seiner "double-neck guitjo" - einer eigens für ihn angefertigten, doppelhalsigen Gitarre - begleitete.

Das traf natürlich genau den Nerv von Freunden keltischer und gälischer Musik in der Stummschen Reithalle: "Es ist ein tolles Erlebnis, fast so als wäre man vor Ort", erklärte Jasmin Emmerich aus Steinbach, die selbst schon Irland und Schottland besucht hatte.

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