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Halbzeit-Programm
Mit der „halbzeit“ geht es zu Ende

Uwe Wagner, Geschäftsführer der Neunkircher Kulturgesellschaft.
Uwe Wagner, Geschäftsführer der Neunkircher Kulturgesellschaft. FOTO: Sparkasse Neunkirchen / Dirk Reckstadt
Neunkirchen. Es tut sich was. Ab dem kommenden Jahr sollen Name und Aussehen des Kulturprogramms neu daherkommen. Die Homepage wird neu gestaltet, das Hüttenareal als Einheit vermarktet. Von Elke Jacobi

Das war’s. Das letzte Stündlein der „halbzeit“ hat geschlagen.Mit der gerade erschienen Auflage des Kulturprogramm für das zweite Neunkircher Kulturhalbjahr wird die Broschüre zur Geschichte. „Mit dem neuen Programm soll das Heft auch einen neuen Namen bekommen“, erzählt Kulturgesellschafts-Geschäftsführer Uwe Wagner beim Besuch in der Redaktion. Ein völlig neues Design wird es geben. Übrigens: Nicht nur für die Broschüre, auch die Hompage wird neu gestaltet. „Mehrere Master- und Studienarbeiten über unser Marketing haben uns zu dieser Entscheidung kommen lassen.“ Die hatten übereinstimmend herausgebracht: Der Name ist irreführend, wird vor allem von Menschen, die die „halbzeit“ nicht kennen eher mit Sport denn mit Kultur gleich gesetzt. Da sich das Einzugsgebiet der Neunkircher Kultur und damit das Interesse am Kulturprogramm immer weiter ausdehne, längst bis über Stuttgart hinaus reiche beispielsweise, „muss man dieser Entwicklung Rechnung tragen“.


Bei der Halbjahresplanung wird es bleiben. Zum einen würde die Broschüre sonst zu dick werden. Zum anderen bietet sich laut Wagner die Zweiteilung mit der Sommerpause als Trenner an. Nun wird eifrig gesucht, das Projekt läuft bereits seit geraumer Zeit auf Hochtouren. „Wir haben uns zu einem großen Veranstalter entwickelt, werden immer internationaler. Dem muss man Rechnung tragen“, gibt Wagner als Arbeitsgrundlage vor. Schließlich solle der Kulturstadt Neunkirchen kein Nachteil entstehen. Eine Agentur betreut das Projekt, die Mitarbeiter sind eingebunden.

Die neue Homepage der Kulturgesellschaft stellt sich Wagner künftig als Kulturportal vor. „Es muss klar sein, wenn man als Auswärtiger unter ‚Kultur Neunkirchen’ im Internet sucht, dann kommt man auf unsere Homepage.“ Dort soll dann möglichst viel rund um die Neunkircher Kultur dargestellt werden, Links entsprechend weiterleiten.



In einem Aufwasch soll dann auch gleich ein bisschen was am Image der Hallen gearbeitet werden. Bereits seit zwei, drei Jahren versuche man, die beiden Hallen mehr zu verknüpfen. Die Stummsche Reithalle als kleine Halle der großen Gebläsehalle darzustellen, das Hüttenareal als Gesamtes zu vermarkten.

Und wenn man schon mal am Aufarbeiten ist: Die Hallen nicht nur für Veranstaltungen sondern auch verstärkt für Firmen, Messen und Ähnliches zu vermieten, sich strukturell besser aufzustellen, das ist ein weiteres Ziel. „Das Geschäft ändert sich, wir müssen weiter dran bleiben und dürfen uns nicht auf den Erfolgen ausruhen“, sagt Wagner dazu. Die Zahlen seien immer noch super, Neunkirchen habe einen guten Namen und immer wieder meldeten sich neue Kunden. Der Markt, so Wagner, sei ein aktiver Markt. Da brauche es schon Verkehrsfähigkeiten. Das kann nicht jeder, lobt sich der Geschäftsführer ein bisschen selbst.

Dass die Hallen in Neunkirchen laufen, das zeigt der Stand der Buchungen. Auch wenn gerade die (Noch-)„halbzeit“ fürs zweite Halbjahr erschienen ist, proppenvoll mit Jazz, Comedy, Folk, nicht zu vergessen dem Weihnachtsmärchen, umrahmt — wie traditionell üblich — von Musicals (die gerade laufenden „The Producers“ und zum Jahresende „Die Päpstin“), so ist man doch schon längst mindestens ein Jahr weiter. „Bei den Veranstaltungen 2019 sind schon sehr viele der guten Termine kaum noch verfügbar“, weiß Wagner. Die „guten Termine“, das sind die Wochenende Freitag bis Sonntag. „Da muss man schon in 2020 schauen.“ Die Neunkircher Kulturbeflissenen allerdings, die werden mit Spannung erst einmal das Jahr 2019 erwarten: Mit neuer Broschüre unter neuem Namen, neuer Homepage und wer weiß was sonst noch.

Das Gelände des Hüttenareals mit Gebläsehalle (dorthin führt der Weg links) und der kleinen Stummschen Reithalle (rechts im Hintergrund) soll künftig mehr als Einheit vermarktet werden.
Das Gelände des Hüttenareals mit Gebläsehalle (dorthin führt der Weg links) und der kleinen Stummschen Reithalle (rechts im Hintergrund) soll künftig mehr als Einheit vermarktet werden. FOTO: Michael Kipp