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Michael Marx mit Mut zur Transparenz Interessen zwischen Peter Maffay und James Bond

Michael Marx mit Mut zur Transparenz Interessen zwischen Peter Maffay und James Bond

Merchweiler. Es mag eine "Spätfolge" seiner Jahre als Zeitsoldat bei der Bundeswehr (1982 bis 1991) sein: Michael Marx aus Wemmetsweiler - nicht zu verwechseln mit seinem Namensvetter und Parteikollegen Dr. Michael Marx aus Merchweiler - kommt immer total korrekt daher. Da ist jedes der leicht ergrauten Haare am Platz, die Kleidung ist auf den jeweiligen Ort und die Situation abgestimmt. "Aufgeräumt", so lässt sich der Typus Michael Marx in Kurzform beschreiben. "Ich bin ein Zahlenmensch", charakterisiert er sich selbst. Das Lesen des pfundsschweren Haushaltsentwurfs der Gemeinde Merchweiler nötigt ihm keine Mühe ab, er weiß - schließlich sind Zahlenkolonnen und große Euro-Beträge beruflich sein täglich Brot -, auf welche Werte und Parameter es ankommt. So ist der mögliche Wechsel von der Prokuristen-Position an einem Hochschul-Institut (siehe "Zur Person") auf den Chefsessel im Merchweiler Rathaus alles andere als eine 180-Grad-Wendung.Warum er trotz seines hohen beruflichen Engagements in die Politik eingestiegen ist? "Wegen Gerhard Bermann", so die klare Antwort. Bermann, Merchweiler Alt-Bürgermeister und CDU-Urgestein, war sein Mentor. Der kämpfte seinerzeit allerdings vor allem gegen die damaligen Bergschäden. Marode Gemeindefinanzen waren vor 20 Jahren in Merchweiler kein Thema. Heute aber wohl. Weswegen der "Zahlenmensch" Marx als Bürgermeister Marx da sehr gefordert sein würde. Eine Herausforderung, die er offensichtlich mit Verve annehmen würde. 2008 hatte der Gemeindehaushalt bei den Kassenkrediten noch ein Defizit von fünf Millionen Euro, zurzeit summiert sich die Lücke auf das Dreifache.

Merchweiler. Es mag eine "Spätfolge" seiner Jahre als Zeitsoldat bei der Bundeswehr (1982 bis 1991) sein: Michael Marx aus Wemmetsweiler - nicht zu verwechseln mit seinem Namensvetter und Parteikollegen Dr. Michael Marx aus Merchweiler - kommt immer total korrekt daher. Da ist jedes der leicht ergrauten Haare am Platz, die Kleidung ist auf den jeweiligen Ort und die Situation abgestimmt. "Aufgeräumt", so lässt sich der Typus Michael Marx in Kurzform beschreiben. "Ich bin ein Zahlenmensch", charakterisiert er sich selbst. Das Lesen des pfundsschweren Haushaltsentwurfs der Gemeinde Merchweiler nötigt ihm keine Mühe ab, er weiß - schließlich sind Zahlenkolonnen und große Euro-Beträge beruflich sein täglich Brot -, auf welche Werte und Parameter es ankommt. So ist der mögliche Wechsel von der Prokuristen-Position an einem Hochschul-Institut (siehe "Zur Person") auf den Chefsessel im Merchweiler Rathaus alles andere als eine 180-Grad-Wendung.Warum er trotz seines hohen beruflichen Engagements in die Politik eingestiegen ist? "Wegen Gerhard Bermann", so die klare Antwort. Bermann, Merchweiler Alt-Bürgermeister und CDU-Urgestein, war sein Mentor. Der kämpfte seinerzeit allerdings vor allem gegen die damaligen Bergschäden. Marode Gemeindefinanzen waren vor 20 Jahren in Merchweiler kein Thema. Heute aber wohl. Weswegen der "Zahlenmensch" Marx als Bürgermeister Marx da sehr gefordert sein würde. Eine Herausforderung, die er offensichtlich mit Verve annehmen würde. 2008 hatte der Gemeindehaushalt bei den Kassenkrediten noch ein Defizit von fünf Millionen Euro, zurzeit summiert sich die Lücke auf das Dreifache.

"Aus eigener Kraft ist eine Haushaltssanierung nicht zu schaffen", fordert Marx Hilfen von "oben" für die Not leidenden Kommunen ein, will aber gleichzeitig an allen Schrauben drehen, die vor Ort in Merchweiler gestellt werden können.

"Wirtschaftsförderung ist für mich ganz klar auch Chefsache", betont er die Wichtigkeit, freie Gewerbeflächen optimal zu vermarkten. Er will die Gewerbetreibenden noch mehr mit ins Boot holen, Veranstaltungen für Merchweiler anschieben, die Menschen begeistern. Dass dies funktioniert, haben die großen Oktoberfeste bewiesen. Überhaupt will Marx die Menschen bewegen mit mehr Transparenz in der Rathaus-Arbeit, mehr Vernetzung und mit dem Angebot an die Bürger, das Gemeinwesen selbst zu fördern, statt nur die Anstrengungen von Verwaltung und Gremien zu fordern.

Die Infrastruktur im mit seinen zwei Ortsteilen überschaubaren Merchweiler ist noch recht gut. An der Zusammenarbeit mit den kirchlichen Trägern der Kindergärten könne noch gefeilt werden, die beiden Grundschulstandorte gelte es zu erhalten, ebenso die Gemeinschaftsschule, die mittlerweile als gebundene Ganztagsschule firmiert. Was Marx nicht so behagt, er wünscht sich Wahlfreiheit für die Eltern.

Zurzeit erfährt der Kandidat und Ortsvorsteher ganz viel über die Befindlichkeit der Leute in Merchweiler und Wemmetsweiler: Rund 5000 Haushalte gibt es in Merchweiler, bis zum 25. Mai will Michael Marx sie alle besucht haben. Dass die Trinkwasserqualität sinkt, das Internet zu langsam ist, es keine Fachärzte vor Ort gibt, hie und da ein Gehweg oder eine Straße kaputt ist oder am Friedhof die Gießkannen fehlen - die Anliegen seien eher individuell, weniger auf das Große und Ganze gerichtet.

Darum will sich Marx kümmern ohne den Einzelnen und seine Befindlichkeiten aus den Augen zu verlieren. In seinem Uni-Arbeitszimmer in Saarbrücken arbeitet Michael Marx nicht nur hinter transparenten, sondern - wie er sagt- meistens offenen Türen. So will er das auch im Merchweiler Rathaus halten, wenn Amtsinhaber Walter Dietz (CDU) im kommenden Jahr in den Ruhestand geht. Derweil gibt es für das Gemeinderatsmitglied und den Ortsvorsteher Marx noch viel zu tun: Im Rathaus Wemmetsweiler muss endlich ein geeigneter Pächter für die Ratskeller-Gastronomie gefunden werden, die Säle des aufwendig renovierten Gebäudes könnten noch mehr Kultur vertragen. Auch da will sich der Zahlenmensch kümmern.

Vor der Direktwahl des neuen Merchweiler Bürgermeisters am Sonntag, 25. Mai, laden die Saarbrücker Zeitung und der Saarländische Rundfunk zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion mit den beiden Kandidaten Michael Marx (CDU) und Patrick Weydmann (SPD) ein, Die Veranstaltung findet am Montag, 12. Mai, 19 Uhr im katholischen Vereinshaus, Poststraße 10a, in Merchweiler statt.

Die Moderation übernehmen Solveig Lenz-Engel (SZ) und Thomas Gerber (SR). Die Gäste werden an diesem Abend auch Gelegenheit haben, den Kandidaten mit ihren Fragen auf den Zahn zu fühlen.

Am Abend nach der Wahl werde ich . . .

mit meinem gesamten Team, mit allen Helferinnen und Helfern auf diese spannende Zeit und das hierbei Erlebte anstoßen.

Sollte ich die Wahl im Mai gewinnen, werde ich an meinem ersten Tag als Bürgermeister im Rathaus . . .

mit voller Kraft an die Arbeit gehen, das erwarten die Bürgerinnen und Bürger.

Ein Kompromiss . . .

darf von vornherein nie ausgeschlossen sein, sollte aber möglichst so gestaltet werden, dass es danch keine Verlierer gibt.

Meine beste Eigenschaft ist . . .

Zielstrebigkeit.

Beim Thema Sport denke ich . . .

in erster Linie an Fair Play und Mannschaftsgeist, selbst bei Einzelsportarten wird man ohne ein Team um sich herum keine Erfolge feiern können.

Unter den gegenwärtig lebenden Menschen in Deutschland imponiert mit am meisten . . .

Peter Maffay. Mit seiner Musik erreicht er Millionen Menschen, sein soziales Engagement scheint grenzenlos.

Der letzte Film, den ich im Kino gesehen habe war . . .

James Bond 007: Skyfall.

Ein Glas Wein . . .

nach einem anstrengenden Tag oder zu einem Essen ist auch gut für die Seele.

Wenn man meine Arbeit eines Tages bewerten müsste, wäre es schön, wenn die Meisten denken würden . . .

dass ich mit meinen Ideen und Denkansätzen unsere Gemeinde voranbringen konnte. Foto: Andreas Engel

Zur Person

Michael Marx wurde im Dezember 1961 in Neunkirchen geboren. Er wuchs in Wemmetsweiler auf, wo er immer noch mit seiner Familie wohnt. Der Katholik ist verheiratet mit Astrid Marx, hat zwei Söhne, Julian (20) und Jens (25). Nach seinem Dienst als Zeitsoldat bei der Bundeswehr studierte er Betriebswirtschaftlehre und Verwaltungswissenschaften. Abschluss: Diplom-Verwaltungswirt. Er arbeitet in leitender Funktion im Leibniz-Institut für Neue Materialien an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken. Seit 1999 ist Marx in der Kommunalpolitik aktiv, unter anderem im Merchweiler Gemeinderat (haushaltspolitischer Sprecher), war Erster Beigeordneter der Gemeinde von 2006 bis 2009, ist CDU-Ortsverbandvorsitzender von Wemmetsweiler und dort auch seit 2009 Ortsvorsteher. sl