„Menschen, die zu uns kommen, brauchen unsere Unterstützung“

„Menschen, die zu uns kommen, brauchen unsere Unterstützung“

Die SPD bedankt sich bei engagierten, freiwilligen und hauptamtlichen Flüchtlingshelfern. Es bestehe aber noch Handlungsbedarf. Viele Flüchtlinge seien gut ausgebildet – dennoch hinke die Inklusion an manchen Stellen.

Die SPD-Kreisverbandsvorsitzende Cornelia Hoffmann-Bethscheider und der SPD-Kreisverbandsvorstand im Landkreis Neunkirchen haben sich bei den vielen Freiwilligen aber auch hauptamtlichen Helfern, die sich aktiv in der Flüchtlingsarbeit engagieren, bedankt. Hoffmann-Bethscheider: "Ich sehe jeden Tag, wie viele Flüchtlinge in das Saarland und speziell auch in den Landkreis Neunkirchen kommen. Sie haben eine lange und oftmals sehr traumatische Flucht aus ihrem Heimatland hinter sich, wurden in ihrer Heimat vielleicht sogar verfolgt und bedroht. Die Verwaltungen und die Politik sind angesichts der stark gestiegenen Flüchtlingszahlen oftmals machtlos, was die Betreuung und Unterbringung angeht. Umso schöner ist es zu sehen, wie viele ehrenamtliche Helfer Flüchtlinge in ihre Obhut nehmen oder sich ihnen anvertrauen und bei alltäglichen Dingen unterstützen. Die Hilfsbereitschaft, das Engagement und das Mitgefühl sind überwältigend. Umso wichtiger finde ich, dass wir genau den Menschen danken, die wirklich viel Zeit und Geduld für die Flüchtlingsfamilien aufbringen. Sie leisten Großartiges für unsere Gesellschaft."

Der Vorsitzende der SPD-Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt im Landkreis Neunkirchen Cemal Kaya sieht noch weiter Handlungsbedarf, heißt es in der Mitteilung: "Die Menschen, die zu uns kommen, brauchen unsere Unterstützung, damit sie bald wieder ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben führen können. Sie wollen arbeiten und sich in die Gesellschaft integrieren.

Doch der hohe Verwaltungsaufwand und die teilweise sehr langen Wartezeiten auf Deutsch-Kurse oder Arbeitsgenehmigungen sind keine erfolgreiche Inklusionsstrategie. Viele der Flüchtlinge sind sehr gut ausgebildet. Gerade im Hinblick auf den demografischen Wandel und den bevorstehenden Fachkräftemangel sollte die Inklusion stärker vorangetrieben werden."