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Meinung zu Bestattungsarten in Neunkirchen

Vorsorge tut Not : Wenn die Stunde schlägt...

Zu Lebzeiten über den Tod reden, das macht niemand gerne. Doch er kommt ganz unausweichlich. Gut für die Nachkommen, wenn der Verstorbene da festgelegt hat, was er möchte.

Es gibt Dinge, darüber redet man nicht gerne. Der Tod und alles, was damit zusammenhängt, gehören ganz gewiss dazu. Wie gerne stellen die Nachkommen die Ohren auf Durchzug, wenn die Angehörigen darüber reden wollen, wie sie sich den endgültigen Abschied und die letzte Ruhestätte vorstellen. Das will man nicht wissen. Die Eltern sollen schließlich ewig leben. Doch Weghören verhindert nichts. Und dann hat man den Schlamassel: Zu all dem Leid und Elend muss man nun auch noch Entscheidungen treffen, ganz profane. Und dann noch solche, die unumstößlich sind. Denn, wie der Leiter des Friedhofsamtes Neunkirchen, Andreas Bies, betont: Hat man sich für eine Bestattungsart entschieden, gibt es kein Umentscheiden mehr, nur noch von Amts wegen. Will man das seinen Liebsten antun? Nein, oder? Deshalb am besten vorsorgen. Nicht nur die Patientenverfügung ausfüllen für den Moment davor, sondern auch hinterlegen, wie man sich den Moment danach vorstellt. Das geht im Testament, als Brief oder aber auch beim Bestatter des Vertrauens. Dann muss man nur noch sagen, wer Bescheid weiß, kann gemeinsam über nette Dinge plaudern und kommt der Tag, können sich die Angehörigen ganz und gar der Trauer und der netten Erinnerung widmen, unbefangen und ohne Entscheidungsnot.