Mehr Pepp durch neuen Pächter

Spiesen-Elversberg. Durch ihren Anstrich in einem farblichen Mix aus Flieder, Hellgelb, Pink und Blau fällt die Glückauf-Halle ins Auge. Knapp 40 Jahre hat die Kulturhalle bereits auf dem Buckel und ist nach Aussage von Bürgermeister Reiner Pirrung nach wie vor gut ausgelastet. Dass die Zeit ihre Spuren an der Halle hinterlassen hat, ist ebenso wie der bunte Anstrich nicht zu übersehen

Spiesen-Elversberg. Durch ihren Anstrich in einem farblichen Mix aus Flieder, Hellgelb, Pink und Blau fällt die Glückauf-Halle ins Auge. Knapp 40 Jahre hat die Kulturhalle bereits auf dem Buckel und ist nach Aussage von Bürgermeister Reiner Pirrung nach wie vor gut ausgelastet. Dass die Zeit ihre Spuren an der Halle hinterlassen hat, ist ebenso wie der bunte Anstrich nicht zu übersehen. Letzterer ist für den Bürgermeister der Gemeinde Spiesen-Elversberg inzwischen ein großes Ärgernis. Nicht, wegen der ungewöhnlichen Farbwahl, sondern weil schlecht gearbeitet wurde. Die Farbe blättere ab und auch der Untergrund sei nicht in Ordnung. Dabei ist die Außensanierung erst sieben Jahre her. Da es die Firma, die 2005 die Arbeiten ausgeführt hat, nicht mehr gibt, besteht keine Chance, die Mängel durch den Verursacher ausgleichen zu lassen. In Sachen Bestuhlung, Technik und Heizung wurde die Glückauf-Halle in den vergangenen Jahren auf den neuesten Stand gebracht. Aber im Innern gibt es noch einiges mehr zu tun.Das war auch schon Thema im Ortsrat Elversberg (wir berichteten). Die Ratsmitglieder haben unter anderem die Erneuerung des Bühnenbodens gefordert. Handlungsbedarf sieht auch Reiner Pirrung. Im Haushalt 2012 soll Geld eingestellt werden für ein Konzept für die Glückauf-Halle. "Ich dränge darauf, dass die Toilettenanlage erneuert wird", spricht er einen der wichtigsten Punkte an. Gerade die Herrentoilette sei in einem schlechten Zustand. Auch das Foyer, die Küche im Untergeschoss und das Bistro sollen erneuert werden. Damit alles zusammenpasst, wünscht sich Pirrung ein übergeordnetes Konzept. Dabei möchte er auch gerne den künftigen Pächter des Bistros in die Planungen miteinbinden. Der jetzige Pächter wird noch für die Bewirtung bei den nächsten Veranstaltungen zur Verfügung stehen und Anfang Sommer aufhören. Im Elversberger Ortsrat hatte man bereits die öffentliche Ausschreibung der Pächter-Stelle gefordert und sich über mangelnde Information durch die Glückauf-Halle GmbH beschwert (wir berichteten). Es gibt eine Betriebsgesellschaft, welche die Glückauf-Halle bewirtschaftet. Geschäftsführer dieser Glückauf-Halle GmbH ist der Bürgermeister. Der hat bisher auf eine Ausschreibung verzichtet. "Da hat man auch das Dilemma, dass man sich entscheiden muss", sagt Pirrung. Außerdem stehe er schon mit verschiedenen Interessenten in Verhandlung. Ein Problem sei die Küche, die im Untergeschoss untergebracht ist. Vielleicht könnte eine kleinere Küche im Bistrobereich eingebaut werden, denkt Pirrung über Alternativen nach. Einige Ortsbesichtigungen mit Interessenten stehen noch aus. "Ich hoffe, dass Anfang Juni ein neuer Pächter feststeht", so Pirrung. Sollte dies nicht der Fall sein, wird es wohl eine Ausschreibung geben. "Mir schwebt ein junger Gastronom mit neuen Ideen vor", sagt Pirrung. Dann würde wieder mehr Pepp in die Bewirtung kommen.

Die Glückauf-Halle wird ein Thema bleiben. Für die Sanierung steckt der Bürgermeister einen Zeitraum von fünf Jahren ab. Als letzter Schritt wäre das Dach samt Photovoltaikanlage an der Reihe. Damit die Kulturhalle besser vermarktet werden kann, wird sie künftig ans Kulturamt angedockt. Foto: SZ/Archiv

"Mir schwebt ein junger Gastronom mit neuen Ideen vor."

Bürgermeister Reiner Pirrung