Mehr Leben in der Neunkircher Affenbude

Mehr Leben in der Neunkircher Affenbude

Im Neunkircher Zoo gibt es im sanierten Teil des Affenhauses nun neben den Sumatra-Orang-Utans wieder eine Affenart mehr. Als Neuheit ist dort jetzt eine Gruppe Schopfmakaken zu sehen. Diese mit schwarzer Irokesenfrisur und bernsteinfarbenen Augen sehr attraktive, aber auch stark gefährdete Affenart stammt ursprünglich von der südostasiatischen Insel Sulawesi, wo sie in der Landessprache "Yaki" heißt, so der Zoo in einer Mitteilung.

Bisher sind in Neunkirchen vier Weibchen eingezogen.

Schon bereits seit mehreren Monaten bisher hinter den Neunkircher Zookulissen: Kera (23 Jahre) und ihre Tochter Kartika (7), die im Durrell Wildlife Conservation Trust auf der Kanalinsel Jersey geboren sind. Erst seit wenigen Tagen zugezogen sind die im englischen Zoo Chester geborenen Halbschwestern Agnes (9) und Selma (11), die vor ihrem Umzug in das Neunkircher Affenhaus zwei Jahre im Zoo Antwerpen in Belgien gelebt hatten. Die durch Regenwaldzerstörung, aber auch Bejagung vom Aussterben bedrohten Schopfmakaken werden im Neunkircher Zoo im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) gehalten. Künftig soll noch ein unverwandtes Schopfmakaken-Männchen aus einem anderen europäischen Zoo Einzug halten und auch für Nachwuchs sorgen, wie es weiter heißt.

Schopfmakaken erlangten vor wenigen Jahren große Berühmtheit, als eines der Tiere auf Sulawesi einem Fotografen die Kamera entwendete und sich selbst fotografierte. Damit entstand das wohl erste "Affenselfie" und führte sogar zu einem Rechtsstreit darüber, wer nun die Rechte an diesem Foto besitzt.