Mehr Gewerbe in Neunkirchen

Das Ordnungsamt der Stadt legt eine Fülle statistischer Daten vor, die positive Entwicklung aufzeigen. Angemeldete Prostitution auf dem Rückzug.

(red) Die Zahl der Gewerbe in Neunkirchen ist gewachsen und das Prostitutionsgewerbe hat sich in den vergangenen fünf Jahren halbiert. Darauf hat jetzt Oberbürgermeister Jürgen Fried hingewiesen. Die steigende Zahl des sogenannten "stehenden Gewerbes" (Gewerbebetriebe, die weder zum Reise- noch Marktgewerbe gehören) sei auch ein Zeichen für die erfolgreiche Stadtentwicklungspolitik in Neunkirchen. Mit 385 Gewerbeanmeldungen (2015: 388) und 336 Gewerbeabmeldungen (2015: 360) ist die Zahl der Betriebe des stehenden Gewerbes zum 31. Dezember 2016 auf 2871 (2015: 2861) gestiegen. Das ergibt die neuste Statistik des Ordnungsamtes. Auch die Zahl der Betriebe des "Reisegewerbes" hat sich 2016 auf 162 erhöht (2015: 159). Die Entwicklung der Spielhallen und Geldspielgeräte in Neunkirchen weitet sich nicht aus. Die Änderungen im Glücksspielrecht auf der Grundlage des Glücksspielstaatsvertrages 2011 bewirkten nach dem Inkrafttreten des Saarländischen Spielhallengesetzes zum 1. Juli 2012 zunächst eine Verringerung der Spielhallenstandorte, zum 31. Dezember 2016 waren es wie 2015 noch zehn. Die Anzahl der Spielhallenerlaubnisse blieb mit 19 im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls unverändert. Die Gesamtzahl der gemeldeten Geldspielgeräte ist von 366 (2015) auf 352 und somit im vergangenen Jahr um 14 gesunken.

Bezüglich des "ältesten Gewerbes der Welt" ist festzuhalten, dass laut Gewerberegister aktuell ein Bordell und sechs gewerbliche Zimmervermietungen angemeldet sind, die dem "Rotlicht-Milieu" zuzuordnen sind. Zwischen 2011 und heute hat sich die Zahl der gemeldeten Betriebe um fünf verringert und damit fast halbiert. Auf 141 Fälle (2015: 105) erhöhte sich die Zahl der erlassenen Bußgeldbescheide in den Bereichen Abfallrecht, Gaststättenwesen, Gewerberecht, Meldegesetz, Straßengesetz, Nichtraucherschutzgesetz, Handwerksordnung sowie Polizeiverordnung über die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit auf den Straßen und Anlagen der Kreisstadt Neunkirchen. Außerdem wurden 26 gebührenpflichtige Verwarnungen ausgesprochen.