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"Malen macht mehr Spaß als rechnen"

"Malen macht mehr Spaß als rechnen"

Neunkirchen. Mit Acrylfarbe malen ein paar Kinder fleißig die Wahrzeichen Neunkirchens auf Papier. Währenddessen hocken ihre Mitschüler im Flur und pinseln Körperumrisse. Solche Szenen gehören seit Anfang der Woche zum bunten Alltag der Bachschule. Dort zeigen sich die rund 220 Grundschüler von ihrer kreativen Seite. Betreut werden sie dabei von 50 FSJlern, der Künstlerin Bärbel Röder und einem dynamischen Lehrer- und Erzieherteam. Für alle war das ambitionierte Kunstprojekt auch in der Vorbereitungsphase eine logistische Herausforderung gewesen (wir berichteten). "Die ganze Aufregung hat sich aber gelohnt, wenn man sieht, wie viel Spaß die Kleinen am Malen haben", freute sich am Montag Bärbel Röder beim SZ-Besuch in der Schule. "Wir haben uns Aktivitäten überlegt, an denen Kinder in jedem Alter und mit jeder Begabung Freude haben können", so Röder weiter. Dass dieser Plan in der Praxis aufging, stellte Nils Nemsow fest. "Die meisten Kinder in meiner Gruppe sind sehr motiviert, viele arbeiten zum ersten Mal mit Acylfarben und sind vom Ergebnis begeistert", erzählte der FSJler, der den kleinen Künstlern bei ihren Körperumrissen zur Seite stand. Normalerweise arbeitet der 18-Jährige im Haus-Mutter-Rosa in Wadgassen. Dort ist er auch ständig in Kontakt mit Kindern, und diese Erfahrung ist beim Projekt in der Bachschule natürlich von Vorteil.Bevor sie selbst ihre gedruckten Bilder anmalen, wurden die Schüler der Gruppe "Fotoporträts" selbst angemalt. Als Schminkprofis traten Jana Schmidt und Adriana Chataigner auf. Anlässlich ihres Freiwilligen Jahres ist Jana in einer pädagogischen Einrichtung im Einsatz. Deshalb wussten sie und ihre Kollegin auf Anhieb, was sich die Grundschüler wünschten. "Sie sind sehr pflegeleicht und kommunikativ. Sie kommen bei dem Projekt richtig aus sich raus und machen spontan mit", beschrieben die jungen Frauen die Stimmung in ihrer Gruppe. So sahen das auch ihre Schützlinge. "Das mit dem Schminken war echt toll. Man konnte sich selbst ein Motiv aussuchen und dann noch die passende Verkleidung dazu", war die achtjährige Céline mit ihrem neuen Look sichtlich zufrieden. Ihr Mitschüler Diar war vor allem auf die nächste Etappe der Arbeit gespannt: "Morgen werden wir fotografiert und können unsere gedruckten Porträts weiter mit Filzstiften bunter machen und einen Rahmen dafür basteln." "In der Turnhalle herrscht der größte Trubel", hatte Bärbel Röder beim Rundgang angekündigt, "aber im Chaos liegt die Kreativität." Nicht nur kreativ, sondern aufmerksam und spitzfindig arbeitete dort die "Holz"-Gruppe. Im Umgang mit Wasserfarbe war Santana Soto schon geübt. Aber Holzäste als Unterlage, das hatte sie hier zum ersten Mal. "Die dünneren Teile mit der weißen Farbe zu streichen ist schwer", meinte die Neunjährige. Am nächsten Tag sollten die weiß gemalten Äste Farben bekommen. An so einem Schulalltag könnte sich die zehnjährige Sanja Rustemi gewöhnen: "Malen macht mehr Spaß als rechnen!" hem

Neunkirchen. Mit Acrylfarbe malen ein paar Kinder fleißig die Wahrzeichen Neunkirchens auf Papier. Währenddessen hocken ihre Mitschüler im Flur und pinseln Körperumrisse. Solche Szenen gehören seit Anfang der Woche zum bunten Alltag der Bachschule. Dort zeigen sich die rund 220 Grundschüler von ihrer kreativen Seite. Betreut werden sie dabei von 50 FSJlern, der Künstlerin Bärbel Röder und einem dynamischen Lehrer- und Erzieherteam. Für alle war das ambitionierte Kunstprojekt auch in der Vorbereitungsphase eine logistische Herausforderung gewesen (wir berichteten). "Die ganze Aufregung hat sich aber gelohnt, wenn man sieht, wie viel Spaß die Kleinen am Malen haben", freute sich am Montag Bärbel Röder beim SZ-Besuch in der Schule. "Wir haben uns Aktivitäten überlegt, an denen Kinder in jedem Alter und mit jeder Begabung Freude haben können", so Röder weiter. Dass dieser Plan in der Praxis aufging, stellte Nils Nemsow fest. "Die meisten Kinder in meiner Gruppe sind sehr motiviert, viele arbeiten zum ersten Mal mit Acylfarben und sind vom Ergebnis begeistert", erzählte der FSJler, der den kleinen Künstlern bei ihren Körperumrissen zur Seite stand. Normalerweise arbeitet der 18-Jährige im Haus-Mutter-Rosa in Wadgassen. Dort ist er auch ständig in Kontakt mit Kindern, und diese Erfahrung ist beim Projekt in der Bachschule natürlich von Vorteil.Bevor sie selbst ihre gedruckten Bilder anmalen, wurden die Schüler der Gruppe "Fotoporträts" selbst angemalt. Als Schminkprofis traten Jana Schmidt und Adriana Chataigner auf. Anlässlich ihres Freiwilligen Jahres ist Jana in einer pädagogischen Einrichtung im Einsatz. Deshalb wussten sie und ihre Kollegin auf Anhieb, was sich die Grundschüler wünschten. "Sie sind sehr pflegeleicht und kommunikativ. Sie kommen bei dem Projekt richtig aus sich raus und machen spontan mit", beschrieben die jungen Frauen die Stimmung in ihrer Gruppe. So sahen das auch ihre Schützlinge. "Das mit dem Schminken war echt toll. Man konnte sich selbst ein Motiv aussuchen und dann noch die passende Verkleidung dazu", war die achtjährige Céline mit ihrem neuen Look sichtlich zufrieden. Ihr Mitschüler Diar war vor allem auf die nächste Etappe der Arbeit gespannt: "Morgen werden wir fotografiert und können unsere gedruckten Porträts weiter mit Filzstiften bunter machen und einen Rahmen dafür basteln." "In der Turnhalle herrscht der größte Trubel", hatte Bärbel Röder beim Rundgang angekündigt, "aber im Chaos liegt die Kreativität." Nicht nur kreativ, sondern aufmerksam und spitzfindig arbeitete dort die "Holz"-Gruppe. Im Umgang mit Wasserfarbe war Santana Soto schon geübt. Aber Holzäste als Unterlage, das hatte sie hier zum ersten Mal. "Die dünneren Teile mit der weißen Farbe zu streichen ist schwer", meinte die Neunjährige. Am nächsten Tag sollten die weiß gemalten Äste Farben bekommen. An so einem Schulalltag könnte sich die zehnjährige Sanja Rustemi gewöhnen: "Malen macht mehr Spaß als rechnen!" hem