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Leopoldstraße wird zur Rekord-Baustelle

Leopoldstraße wird zur Rekord-Baustelle

Schiffweiler. Immer wieder gab es Verzögerungen und über Jahre fuhren die Anlieger über holprige Querrinnen und Schlaglöcher. Doch jetzt ist es so weit: Die Gemeinde Schiffweiler will im Frühjahr 2013 mit dem Ausbau der Leopoldstraße beginnen

Schiffweiler. Immer wieder gab es Verzögerungen und über Jahre fuhren die Anlieger über holprige Querrinnen und Schlaglöcher. Doch jetzt ist es so weit: Die Gemeinde Schiffweiler will im Frühjahr 2013 mit dem Ausbau der Leopoldstraße beginnen.Das Projekt ist wahrscheinlich die teuerste und größte Straßenbau-Maßnahme, die je in der Kommune getätigt wurde, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde. Es soll mindestens 3,2 Millionen Euro kosten und erstreckt sich über eine Straßenlänge von 2,14 Kilometern. 75 Prozent der Bausumme zahlt das Land. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich vier Jahre.

Vier Bauabschnitte stehen an. Begonnen wird mit dem Abschnitt Donnersberg bis Feldstraße. Dann folgen Feldstraße bis Talstraße, Talstraße bis Ortsende Altmühl Richtung Wemmetsweiler und schließlich der außerörtliche Ausbau bis zur Gemarkungsgrenze zu Wemmetsweiler. Allein innerhalb der Gemeinde werden 1,55 Kilometer Straße neu gebaut.

Vergangene Woche wurde die geplante Maßnahme in einer von über 130 Anliegern und Interessierten besuchten Bürgeranhörung in der Mühlbachhalle vorgestellt. Bürgermeister Markus Fuchs: "Die Kanalarbeiten sind fertig. Im Frühjahr fangen wir an. Wir favorisieren zwei von sieben möglichen Modellen und wollen kostengünstig ohne Qualitätseinbußen bauen."

Bürger müssen zahlen

Weil hier die Gehweg-Ausbau-Beitragssatzung zur Anwendung komme, müssten die Anlieger 50 Prozent der Kosten für den Bau der Bürgersteige, geschätzte 2,50 bis 3 Euro pro Quadratmeter und gewichtete Fläche, bezahlen.

Bauamtsleiter Hubert Dürk stellte alle Planungsvarianten vor, auch die nicht in Frage kommenden. Vorbehaltlich entschied man sich für beidseitige, 1,50 Meter breite Bürgersteige, abgrenzende Bordsteine, eine Fahrbahnbreite von 5 Metern und ausgewiesene Parkbuchten. An Verengungsstellen soll die Fahrbahn auf eine Breite von 3,50 Meter reduziert werden. Anders als in der Planung vorgesehen, sollen keine Bäume entlang der Straße gepflanzt und weniger Fahrbahn-Verengungen zur Geschwindigkeitsverringerung eingebaut werden. Die Höchstgeschwindigkeit wird wie bisher 30 Kilometer pro Stunde betragen, obwohl es sich um eine Hauptsammelstraße mit Durchgangsverkehr handelt.

Es wurde rege diskutiert an diesem Abend. Auch über die Beteiligung der Bürger an den Kosten für die Gehwege. Der stellvertretende Bauamtsleiter Andreas Rink dazu: "Bei Grundstücken mit einer Größe von zirka 400 Quadratmetern muss der Besitzer mit Kosten von 1200 Euro rechnen. Aber wir kommen den Bürgern auch entgegen, wenn sie nicht alles auf einmal zahlen können. Beträge von 10 000 Euro, wie häufig in der Bevölkerung zu hören ist, sind unrealistisch und weit überzogen."

Anhörung im Januar

Im Januar 2013 will man erneut zu einer Bürgeranhörung einladen. Dann sollen auch die überarbeiteten Planungen erneut zur Diskussion gestellt werden.

Für nähere Informationen, aber auch Anregungen steht Andreas Rink, Telefon (06821) 6 78 24, zur Verfügung.