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„Kunst am Gutshof“ braucht Hilfe

„Kunst am Gutshof“ braucht Hilfe

Trotz guter Resonanz ist der Markt organisatorisch und finanziell nicht mehr in der bisherigen Form zu stemmen.

Die Weiterführung der Kunst- und Handwerkermärkte im Gutshof war Thema beim Ortsrat in Furpach.

Mit ihrer Kunsthandelsagentur bieten sie Künstlern die Möglichkeit, ihre Werke in "exponierten Naturräumen" auszustellen. Die Rede ist von Ivo Sonntag und Philipp Ulbrich, die bei der Sitzung des Ortsrates im Feuerwehrgerätehaus Furpach Platz nahmen. Allerdings nicht aus Interesse für das Schwerpunktthema Haushalt 2017. Die beiden Studenten der Ingenieurswissenschaften ersuchten vielmehr um Hilfe, um auch weiterhin den Kunst- und Handwerkermarkt "Kunst am Gutshof" anbieten zu können. So gut die Resonanz und das Besucherecho bisher gewesen seien, finanziell sei das allein nicht zu stemmen, so die Zwei. Bei 40 Euro Standgebühr pro Händler komme man angesichts der Menge aller Gebühren und sonstigen Kosten nicht rund.

Einen Zuschuss könne man leider nicht geben, da der Ortsrat über kein eigenes Budget verfüge, bedauerte Ortsvorsteher Klaus Becker. Wie wäre es aber, wenn man den Markt mit dem Sommerfest des KV Eulenspiegel kombiniert?, überlegte Karin Hans (SPD) laut, als Event um den Weiher herum. Kämmerer Klaus Herrmann empfahl, im Rathaus einen offiziellen Antrag um Unterstützung zu stellen.

Einstimmig beschlossen wurden von den Ratsmitgliedern die Haushaltssatzung und der Haushaltsplan für 2017. Die Gesamtsumme aller Investitionen für den Stadtteil beträgt zwei Millionen Euro, so Herrmann. Größter Posten sind die Erneuerungsarbeiten in der Kita Furpach mit 659 000 Euro, die voraussichtlich nach den Sommerferien 2018 abgeschlossen sein werden. Den zweitgrößten Posten stellt mit 390 000 Euro die Erschließung Täufergarten-Nord dar. Ab Juni lege man los, informierte Peter Städtler, Leiter der Tiefbauabteilung. Abgeschlossen sei die komplette Maßnahme bis Anfang nächsten Jahres.

Bereits im April beginnen die Bauarbeiten im Rauschenweg, dann wird auch der Arno-Spengler-Platz vor den Geschäften fertiggestellt, so Städtler.

Weitere 220 000 Euro fließen in der Hirschberghalle in die Erneuerung des Sportbodens und eine neue Kesselanlage. Terminieren könne er den Baubeginn noch nicht, teilte der Leiter des Amtes für Gebäudewirtschaft, Gerhard Roth, mit. Dafür sicherte er zu, dass die Halle während des Karnevals nutzbar sei. Los geht es dieses Jahr wohl in Sachen Sportplatz Ludwigsthal. "Der Verein will es jetzt ernsthaft angehen mit dem Rasenplatz", weiß Becker. Bereits gefällt wurden die der Baumaßnahme hinderlichen Bäume. Die von der Stadt zugesicherten 50 000 Euro stehen abrufbereit im Haushalt. Unter den kleineren Haushaltssummen waren auch Gelder für die Feuerwehr, die ein neues Rettungsboot und einen Nass-Trockensauger erhält.