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Kreistag: Zweckverband Erlebnisort Reden beigetreten

In der Sitzung von Donnerstag : Kreistag bringt Zweckverband Reden in Sichtweite

Sobald das Landesverwaltungsamt die Satzung abgesegnet hat, wird der Zweckverband Erlebnisort gegründet sein. Am 8. Dezember soll konstituierende Sitzung sein.

Von einem „guten Tag für den Tourismus im Landkreis“ sprach Landrat Sören Meng, gar „einen Meilenstein in der Entwicklung des Standortes“ nannte SPD-Fraktionssprecher Willi Kräuter die Entscheidung“ und Sebastian Brüßel (Fraktionssprecher CDU) bestätigte, dass seine Partei da nur „aus vollster Überzeugung zustimmen“ könne. Grund für die euphorischen Reaktionen war Tagesordnungspunkt zwei der Kreistagssitzung am Donnerstag: Gründung des Zweckverbandes Erlebnisort Reden.

Schneller Abschluss erhofft

Ziel des Zweckverbandes soll es sein, so steht es in der gemeinsam mit der Gemeinde Schiffweiler erarbeiteten Satzung, die „Weiterentwicklung des Standorts voranzutreiben“.  „Wir werden hier die Kräfte bündeln und den Ort für die Zukunft fit machen und stärken“, sagte Meng. Auch um die Einstellung eines Standort-Managers wird sich demnach der Zweckverband kümmern. Und weil das alles auch Geld kostet, zahlen die Mitglieder – zurzeit mit Kreis und Gemeinde nur zwei, wobei mehr jederzeit willkommen sind – eine Umlage für die Jahre 2021 bis 2025 von jeweils maximal 150 000 Euro. Jährlich 150 000 Euro schießt das Land als Förderung zu. Da die Satzung bereits mit dem Landesverwaltungsamt abgesprochen sei, hoffe man auf einen schnellen Abschluss, erklärte Meng.

Zusätzlich beratende Mitglieder

In der Verbandsversammlung werden der Landrat und der Schiffweiler Bürgermeister qua Amtes sein, außerdem je vier weitere Mitglieder aus Kreistag beziehungsweise Gemeinderat Schiffweiler. Nach d’Hondt macht das für den Kreistag je zwei Sitze für CDU und SPD. Entsprechend einer Erweiterung nach der letzten Gemeinderatssitzung kann jede im Gremien vertretene Fraktion ein beratendes Mitglied entsenden: Also Die Linke, die Grünen und die AfD. Peter Schneider (FDP) kann an den Sitzungen zwar teilnehmen, die werden nämlich öffentlich sein, aber eingreifen kann er nicht, da die FDP keine Fraktion im Kreistag ist. Das gefiel Schneider nicht allzusehr, wie er denn überhaupt nicht sah, was denn nun der geplante Standortmanager machten sollte, was die Tourismus- und Kulturzentrale nicht auch leisten könne. Auch Grünensprecher Mario Bost sah hier eine „Parallelstruktur zur TKN“ und kündigte Enthaltung an. Aufs beratende Mitglied verzichten wolle man deshalb allerdings keinesweg. So wurden schließlich die Vertreter von fünf Parteien für den Verband benannt, der Beschluss ging mit fünf Enthaltungen durch.

Die konstituierende Sitzung soll bei Zustimmung des Landesverwaltungsamtes am 8. Dezember sein.