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Krankenkasse: Mehr als ein Drittel der Berufstätigen psychisch krank

Krankenkasse: Mehr als ein Drittel der Berufstätigen psychisch krank

Die Ergebnisse des aktuellen Gesundheitsreports der Barmer GEK sind alarmierend: Mehr als 30 Prozent der Berufstätigen in Neunkirchen ist psychisch erkrankt. Die psychischen Erkrankungen führten demnach zu überdurchschnittlich vielen Fehltagen.

Über ein Drittel der Berufstätigen in Neunkirchen ist psychisch krank. Das geht aus einem aktuellen Gesundheitsreport der Barmer GEK hervor. Demnach lagen die Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischer Erkrankungen in Neunkirchen um 14,4 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Bezogen auf 100 Versicherte gingen damit bundesweit 300 Tage auf das Konto psychischer Erkrankungen, in Neunkirchen 343 Tage. Noch weiter über dem Bundesschnitt lagen die Fehlzeiten wegen Muskel-Skelett-Erkrankungen (21,1 Prozent). Unter dieser Diagnose kamen auf 100 Versicherte bundesweit 377 Fehltage, in Neunkirchen waren es sogar 457.

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Fehlzeiten im gesamten Saarland um 2,6 Prozent gestiegen. Maßgeblich resultiert der Anstieg aus höheren Fehlzeiten wegen Grippewellen. Dagegen waren die Fehlzeiten wegen psychischer Störungen und wegen Rückenschmerzen eigentlich leicht rückläufig. "Die Fehlzeiten im Kreis Neunkirchen liegen deutlich über dem Bundesdurchschnitt", sagte Bezirksgeschäftsführer Bertram Becker. Auch im Vergleich zum Bundesdurchschnitt hatte der Kreis vergangenes Jahr um 3,1 Prozent mehr Arbeitsunfähigkeits-Fälle und 19 Prozent mehr Fehltage zu verzeichnen. Neben den gesundheitlichen Schäden können höhere Krankenstände aber auch Folge eines schlechten Betriebsklimas oder hoher Belastungen am Arbeitsplatz sein, heißt es.