Kostenexplosion beim Anbau des Feuerwehrgerätehauses Hangard

Ortsrat : Kostenexplosion beim Anbau des Feuerwehrgerätehauses

Ein Fass ohne Boden, zu dem hat sich der Anbau am Feuerwehrgerätehaus in Hangard entwickelt. Die ganze Geschichte erläuterte Frank Weber vom Stadtamt für Gebäudewirtschaft bei der Auftaktsitzung des Ortsrates im DRK- Heim Münchwies.

Im Dezember 2018 hatten die Arbeiten begonnen. Beim Ausheben der Baugrube stellte sich heraus, dass die Giebelwand nicht auf einem Fundament steht, sondern auf losen Steinen. „Die waren sicher mal vermörtelt, aber der Mörtel ist vom Regen ausgewaschen.“ Weshalb die Wand bereits einige Millimeter abgesackt sei. Man entschied sich für einen Abriss und Neubau der Wand, wofür das Dach zurückgebaut und abgestützt werden musste. Über all dem vergingen elf Monate: „Die Statik musste neu berechnet, die Arbeiten ausgeschrieben und ausgeführt werden“, so Weber. Seit Dezember sind die Rohbauer nun zu Gange, die nur noch den Ringanker und Stürze zu mauern haben. Ab Februar könnten dann Zimmermann und Dachdecker ran, „die Fenster sind ausgeschrieben“. Nachdem Anbau geht’s weiter im Altbestand mit der Damenumkleide. Komplett abgeschlossen sein soll die Maßnahme laut Weber spätestens im Herbst. Die Kosten belaufen sich „nach derzeitigem Stand“ auf 430 000 Euro. Am Anfang war man von 160 000 Euro ausgegangen.

Und das nächste Problem ist schon in Sichtweite: Einige Fliesen in der Fahrzeughalle sind defekt, hier müsste man grundsätzlich mal nach dem Boden schauen. Aber egal, was man jetzt noch wie ausbessert – „es ist immer Flickwerk“, wie Weber betonte.

Angemahnt wurde in der von Eva Hans geleiteten Sitzung der für September versprochene Wickeltisch, der nach wie vor in der Sport- und Kulturhalle Münchwies fehlt – genau wie eine aktuelle Beschilderung.

Gute Nachrichten gab es auch, wenngleich etwas verspätet: So hatte die Stadt auf Anregung des Ortsrates in der Friedhofstraße Münchwies im August nach Ratten gesucht, war aber nicht fündig geworden. Für die kleine, stets zerfahrene Grünfläche im Knick der Ostertalstraße in Wiebelskirchen wünscht sich der Ortsrat ein paar Findlinge, um die Wiese zu schützen. Dringend notwendig sei zudem ein Handlauf für die drei Stufen des Zugangs zum Café Pusteblume (wobei es dort bereits einen schwellenlosen Zugang gibt, der um die Grünrabatte herum zum Café führt) sowie eine Ergänzung der Straßenbeleuchtung in der Römerstraße, Höhe Lokal Rabenstein.

Zweites zentrales Thema der Sitzung war die Verkehrssituation in der Prälat-Schütz-Straße. Tobias Wolfanger berichtete von einem Treffen mit Anwohnern, bei dem es vor allem um die desaströse Parksituation und die zum Teil mehrmals täglich erfolgten Kontrollen durch die Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes ging. Letztere hatten für einigen Unmut bei den Anwohnern gesorgt.

Etwas Entspannung bringen könnte in Kürze der Austausch von roten gegen graue Pflastersteine in Bereichen, die sich fürs Parken eignen, bisher aber dafür nicht vorgesehen waren. Endgültig unterbinden sollen dagegen Poller das Parken im Kurvenbereich. Für Ende Januar/Anfang Februar hat die Verwaltung eine Bürgerversammlung angekündigt, so Wolfanger.