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Thema Globus in Neunkirchen
SB-Warenhaus darf nicht zu Lasten des Einzelhandels gehen

Neunkirchen. Der Illinger Bürgermeister, Armin König, und die Landesvorsitzende der Grünen, Tina Schöpfer, melden deutliche Bedenken gegen die neuen Globus-Pläne an. red

(red) Die geplante Ansiedlung eines Globus-Marktes am citynahen Hüttenpark-Gelände in Neunkirchen sorgt weiter für Diskussionsstoff. Jetzt meldeten sich der Illinger Bürgermeister Armin König (CDU) und Tina Schöpfer (Landesvorsitzende und Neunkircher Ortsvorsitzende der Grünen) zu Wort.


Armin König fordert eine Offenlegung des neuen Isoplan-Einzelhandelskonzepts zur Globus-Ansiedlung in Neunkirchen, damit jetzt auf transparenter Basis offen diskutiert werden könne. Er kündigte an, dass Illingen Einsicht ins Konzept nehmen will.

„Wir stellen fest, dass es Konfliktstoff gibt. Das machen Äußerungen von Oberbürgermeister Jürgen Fried deutlich. Diese Konflikte betreffen die Bürger, den Einzelhandel und möglicherweise die Nachbarkommunen. Wieder geht es ums Globus-Sortiment. Die Heimlichtuerei bei den Globus-Plänen befremdet uns“, so König. Es sei höchst ungewöhnlich, dass der Oberbürgermeister das Konzept nicht öffentlich im Stadtrat präsentieren ließ. „Dass Fried sagt, dass ihm bestimmte Passagen des Konzepts nicht passen, glaube ich ihm, ich kann das auch nachvollziehen. Offensichtlich gibt es Meinungsverschiedenheiten mit Globus. Fried sagt, dass Neunkirchen den Schwerpunkt auf Lebensmittel legen will, die Isoplan-Studie zeigt aber, dass 2000 Quadratmeter andere Sortimente vorgesehen sind“, so König weiter. Das müsse aufklärt werden, was drin steht“, erklärte König.



Ganz offensichtlich gebe es, so König, wegen der geplanten Globus-Sortimente in den Bereichen Bekleidung und Leder (350 Quadratmeter), Haushaltwaren (470 Quadratmeter) und für Bücher und Schreibwaren (300 Quadratmeter) auch am neuen Standort Altes Hüttengelände Konfliktpotenzial.
Die Neunkircher Grünen setzen sich dafür ein, dass das geplante SB-Warenhaus im Hüttenpark nicht zu Lasten des Einzelhandels geht. Tina Schöpfer erklärt dazu: „Wir schauen ganz genau hin, was da geplant wird. Wir sehen die Notwendigkeit eines Lebensmittelmarktes, nicht aber beispielsweise einer riesigen Buchabteilung. Bastel- und Schreibwaren gibt es auch schon in in der Innenstadt zu kaufen. Auch die geplante Mall werden wir kritisch prüfen. Bislang ist noch nicht klar, was dort hinein soll und inwiefern dort Konkurrenz zu inhabergeführten Geschäften entstehen könnte. Der Schwerpunkt muss ganz klar auf Lebensmitteln liegen, sonst werden wir einem solchen Vorhaben nicht zustimmen, das haben die Grünen in der letzten Stadtratssitzung deutlich gemacht.“

Besonders eine Fläche von 300 Quadratmetern für Bücher sehen die Grünen kritisch. Wenn man sich für Kultur in Neunkirchen stark machen wolle, dann dürfe  man inhabergeführten Buchläden, die sich kulturell engagieren, nicht noch einen weiteren großen Konkurrenten vor die Nase setzen, betonen die Grünen.