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Kleiner Solarpark ist vorerst letztes Projekt

Kleiner Solarpark ist vorerst letztes Projekt

In Wellesweiler steht eine neue Photovoltaik-Freiflächenanlage, errichtet von einer Tochter des RAG-Unternehmens „montanSolar“. Ein Anwohner bemängelt fehlende Information. Rechtlich ist aber alles in Ordnung.

Von einem "Geheimprojekt" spricht ein SZ-Leser in Wellesweiler parallel zur St. Barbarasiedlung. Dort sei ohne weitere öffentliche Information jüngst eine größere Photovoltaik-Anlage errichtet worden. Der Leser verwundert sich, dass nicht bereits in der Planungsphase Anlieger und Verbände über das Vorhaben informiert worden seien. Die Pressestelle der Stadt Neunkirchen erläutert auf SZ-Nachfrage, an der Anlage für Sonnenstrom sei nun wirklich nichts Geheimes. "Der Solarpark in Wellesweiler wurde durch die Solarpark Wellesweiler GmbH & Co. KG errichtet", sagt Pressesprecherin Brigitte Neufang-Hartmuth. Dieses Unternehmen sei eine Tochtergesellschaft der "montanSolar" in Sulzbach, wiederum Tochter des Bergbaukonzerns RAG. Eigentümer des Geländes, auf dem die Solaranlage steht, ist die "RAG Montan Immobilien GmbH" in Sulzbach. Neufang-Hartmuth: "Nach Vorlage den entsprechenden Pläne wurde diesen zugestimmt und das Projekt vor Ort umgesetzt."

Der Bergbau ist an der Saar 2012 eingestellt worden. Der Konzern RAG hat sich in den vergangenen Jahren auch neuen Bereichen wie der Solarenergie zugewandt. Die "montanSolar" ist 2012 gegründet worden mit dem Ziel, den Ausbau der regenerativen Energien voranzutreiben. Auf ihrer Internetseite erinnert das Unternehmen an die Ziele der Energiewende, die den Anteil der Erneuerbaren Energien bis 2020 auf 20 Prozent steigern wollte, was ja auch im saarländischen "Masterplan Energie" so festgeschrieben sei. Im Jahr 2013, heißt es bei "montanSolar" weiter, habe deren Anteil im Saarland bei nur sieben, bundesweit dagegen bereits bei 24,7 Prozent gelegen.

Der neue Solarpark Dechen in Wellesweiler , sagt Rudolf Krumm, Geschäftsführer von "montanSolar", steht auf einem Vier-Hektar-Gelände, die Hälfte sei überbaut. Die Anlage hat rund 1,9 Millionen Euro gekostet und bringt eine Leistung von 1,8 Megawatt in der Spitze. Damit lässt sich Strom erzeugen für fast 500 Haushalte. Das Unternehmen betreibt in Neunkirchen eine weitere Photovoltaik-Anlage nahe Heinitz. Dort stehen auf einer Fläche von 2,5 Hektar ein Park mit einer Spitzenleistung von 1,53 Megawatt. Im Vergleich zum Solarpark in Reden sind das allerdings keine Fische. Reden hat acht Megawatt Spitzenleistung.

In Bezug auf einen weiteren Ausbau mit Sonnenstrom-Anlagen hält sich der Geschäftsführer bedeckt. Die Branche sei im Umbruch, erläutert Krumm, weshalb es derzeit keine weiteren konkreten Projekte in der Region gebe.

Den Tipp für diesen Artikel bekamen wir von einem Leser-Reporter aus Wellesweiler . Wenn Sie Interessantes zu erzählen haben, hinterlassen Sie eine Sprachnachricht unter Tel. (06 81) 5 95 98 00, mailen Sie an leser-reporter@sol.de oder nutzen Sie das Formular: www.saarbruecker-zeitung.de/leserreporter