Kreistag : Fast 90 Prozent der Eltern zufrieden

Die Ergebnisse der Online-Umfrage zur Kinderbetreuung sind da: 155 Fragebogen hat die Kreisverwaltung ausgewertet.

 Wie zufrieden sind die Eltern im Landkreis Neunkirchen mit den Öffnungszeiten in den Betreuungseinrichtungen? Eine Frage, mit der sich der Landkreis Neunkirchen als öffentlicher Jugendhilfeträger beschäftigt. Um die Entwicklung der Kindertageseinrichtungen sinnvoll  planen und begleiten zu können, ist im Frühjahr 2017 der Bedarf an längeren Öffnungszeiten abgefragt worden. Landrat Sören Meng stellte das Ergebnis am Donnerstag dem Kreistag vor.

Die Umfrage startete am 3. Februar und endete nach elf Wochen am 23. April. Die Eltern wurden über die verschiedenen Medien wie die Saarbrücker Zeitung informiert. Zusätzlich erhielten alle 53 Kindertageseinrichtungen im Kreis einen Aushang. Die Mitglieder des Kreiselternausschusses boten Eltern ohne Internetzugang ihre Hilfe an. Mit über 87 Prozent haben mehrheitlich Eltern von Kindergartenkindern an der Umfrage teilgenommen. Hortkinder waren mit drei Prozent und Krippenkinder mit zehn Prozent vertreten. Die Verteilung der besuchten Kitas entspricht der flächenmäßigen Verteilung im Kreisgebiet. So liegen zum Beispiel 24 Kitas der 53 Kreis-Einrichtungen im Stadtgebiet Neunkirchen. Die Zusammensetzung der Umfrageteilnehmer nach Wohnort entspricht in etwa der Bevölkerungsverteilung. Nach Angaben der Kreisverwaltung stellen die ermittelten Daten somit einen realistischen Querschnitt der Elternwünsche im Kreisgebiet dar. Letztendlich wurden 155 Fragebogen ausgewertet, folgendes Ergebnis kam dabei heraus: Die 61 Prozent aller besuchten Kindertageseinrichtungen beginnen um 7 Uhr mit der Betreuung. 57 Prozent der beteiligten Kitas schließen um 17 Uhr. Mit diesen Öffnungszeiten sind 86 Prozent aller Umfrageteilnehmer zufrieden. 16 Prozent wünschen sich eine Samstagsöffnung. „Über die weiteren Schritte werden wir im Kreistag beraten“, teilte Landrat Meng mit.

Zu den Pflichten des Kreistages gehört es auch, Richtlinien und Verordnungen zu verabschieden, um dem Gesetz Genüge zu tun. Keine Einwände gab es von Seiten der Ratsmitglieder bei den neuen Richtlinien zur Betreuung und den geänderten Entgelten der Tourismus- und Kulturzentrale. Nicht über die Zukunft, sondern über die Vergangenheit stimmen Ratsmitglieder bei den gesetzlich vorgeschriebenen Jahresabschlüssen ab. Für den Kreistag stand das Jahr 2013 im Fokus,  Landrätin war damals Cornelia Hoffmann-Bethscheider (SPD) . Daniela Feld (CD) übernahm die Aufgabe, die Ergebnisse des Rechnungsprüfungsausschusses zu erläutern. Demnach ergibt das Jahr 2013 ein Minus von rund 5,31 Millionen Euro im Ergebnishaushalt. Der Finanzhaushalt weist wiederum ein Plus von 4,13 Millionen Euro auf. Kein Grund für Beanstandungen, deshalb erhielt auch die ehemalige Landrätin die notwendige Entlastung des Kreistages. Den Haushalt von 2017 werden zwei Aufträge belasten, denen der Kreistag ebenfalls ohne Einwände zustimmte. Das Technisch-gewerbliche Berufsbildungszentrum Neunkirchen soll von Grund auf saniert werden. Dafür sind umfangreiche Vorplanungen notwendig, die das Schiffweiler Architekturbüro Hoffmann & Weber  übernehmen soll. Die Höhe des Honorars beläuft auf 197 489 Euro. Zu 40 Prozent bezuschusst das Wirtschaftsministerium die energetische Dachsanierung des Dienstgebäudes II des Landratsamtes in Ottweiler.  Insgesamt kosten diese Dachdecker- und Klempnerarbeiten 177 124 Euro.

Ein kleines Resümee zog der Landrat in Sachen Stadtradeln 2017. Für das ökologische Projekt haben zwischen dem 21. Mai und 10. Juni insgesamt 514 Radler aus den Kommunen Neunkirchen, Eppelborn, Schiffweiler, Ottweiler und Spiesen-Elversberg in die Pedale getreten und 151 441 Kilometer zurückgelegt. Auch der Landrat trug sein Scherflein dazu bei, dass 21505 Kilogramm Kohlendioxid eingespart wurden. Die meisten Kilometer hat die Kreisstadt (9490) erradelt, die meisten Kilometer je Einwohner jedoch wieder Eppelborn, nämlich knapp zwei Kilometer je Einwohner. Nächste Woche durchquert die Fairplay-Tour den Landkreis. 53 junge Leute werden Gäste der Kreisverwaltung sein. Sie radeln in acht Tagen von Schulen sowie Jugendeinrichtungen aus Deutschland, Belgien, Luxemburg, Frankreich und Ruanda rund 700 Kilometer durch die Großregion. Der Erlös unterstützt Schulprojekte in Ruanda. Die 53 Gäste des Kreises Neunkirchen werden am 30. Juni um 14.30 Uhr auf dem Ottweiler Schlossplatz empfangen.