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Kinder fit machen für den Straßenverkehr

Kinder fit machen für den Straßenverkehr

Im Straßenverkehr kann es häufig zu unvorhersehbaren Situationen kommen. Damit auch Kinder die Verkehrsregeln richtig beherrschen, lädt die Kreisverkehrswacht Neunkirchen jedes Jahr zur Verkehrssicherheitsveranstaltung ein. Am Freitag war es wieder so weit.

Die Hitze schlug dem ein oder anderen zwar aufs Gemüt, dennoch ließen sich die Neunkircher Kinder den Spaß am Verkehrstraining nicht nehmen. Auf dem Gelände der Jugendverkehrsschule hatten Verkehrserzieher und Betreuer am vergangenen Freitag alle Hände voll zu tun: 400 Teilnehmer im Alter von vier bis zehn Jahren standen bei der Verkehrssicherheitsveranstaltung an den einzelnen Lernstationen Schlange, um sich Wissenswertes zum Thema "Kind und Verkehr" spielerisch anzueignen. "Hier trainieren die Kinder ihr Sozialverhalten und lernen, Regeln zu akzeptieren. Es ist wichtig, möglichst früh damit anzufangen", sagt Hans-Jürgen Maurer von der Kreisverkehrswacht Neunkirchen , der das Projekt seit 29 Jahren leitet. Unterstützung leisten die Zentralen Verkehrspolizeilichen Dienste und das Landesinstitut für präventives Handeln. Ob Hüpfburg, Radfahren ohne Sattel oder ein paar Runden mit dem Gokart: Rücksicht, Aufmerksamkeit und das Trainieren der Feinmotorik stehen im Vordergrund. "Die Kinder verbringen heute nicht mehr so viel Zeit im Freien. Wir beobachten, dass die Feinmotorik dadurch schlechter geworden ist", sagt Günter Dörr, Leiter des Landesinstituts für Präventives Handeln. Die Veranstaltung habe deshalb einen sehr hohen pädagogischen Wert. Auch der Unterhaltungsfaktor kommt nicht zu kurz. "Mit Spaß prägt es sich am leichtesten ein", sagt auch Projektleiter Maurer.

Für den zehnjährigen Valentino von der Grundschule Am Stadtpark hat sich die Teilnahme gelohnt. "Das macht einfach ganz viel Spaß", sagt der Kleine und lacht. Nicht jedem Kind fallen die ersten Versuche auf dem Rad so leicht wie ihm. Wie wichtig es ist, dass Valentino und seine Schulkameraden die Regeln im Straßenverkehr beherrschen, weiß auch Volker Zecher. "Kinder müssen lernen, sich weniger auf Verkehrszeichen und mehr auf sich selbst zu verlassen", sagt der Leiter der Straßenverkehrsbehörde im Landkreis Neunkirchen .

Das Saarland ist das Bundesland mit der größten Verkehrsdichte. Verkehrsunfälle, in denen Kinder bis 14 Jahre zu Schaden kommen, ereignen sich hierzulande dennoch sehr selten. Im vergangenen Jahr gab es in der besagten Altersgruppe keinen, im Jahr 2013 einen Todesfall. Diese positive Tendenz geht aus der Unfallstatistik des saarländischen Landespolizeipräsidiums hervor. Polizeihauptkommissar Clemens Gergen führt diese Entwicklung auch auf die kontinuierliche Arbeit der 15 Jugendverkehrsschulen im Saarland zurück. "Alle saarländischen Grundschulkinder werden für den Straßenverkehr fit gemacht", sagt Gergen. Mit der Veranstaltung in Neunkirchen werde ein zusätzliches Zeichen gesetzt.