Kein Ampel-Frust mehr

Verkehrskonzept, Straßenbaumaßnahmen und steigende Kita-Beiträge waren die Hauptthemen, mit denen sich der Ortsrat beschäftigte.

Die gute Nachricht vorweg: Die Ampel Homburger Straße wird in Kürze ausgeschaltet. Wie Peter Städtler, Leiter der Abteilung Tiefbau, mitteilte, ging eine entsprechende Meldung bereits ans Landesamt für Straßenbau. Sorgt doch die derzeit nutzlose Signalanlage für ordentlich Frust bei den Autofahrern, die ohnehin schon längere Wartezeiten wegen der Sperrung der Bergstraße in Kauf nehmen müssen. Und daran wird sich so schnell nichts ändern. Das wurde bei der Sitzung des Ortsrates in der Awo-Begegnungsstätte klar, bei der es unter anderem um das stadtteilbezogene Bauprogramm 2015 ging. "Bis Ende Juli verlegt die KEW die Hausanschlüsse. Wir überlegen, ob man die Bergstraße dann gerade zu lässt" und, so Städtler, die Deckenerneuerung direkt anschließt. In Sachen Verkehrskonzept Wellesweiler sind für die Jahre 2016 bis 2019 560 000 Euro als Anteil für städtische Straßen eingeplant. "Dieses Jahr ist das Hinweisschild für den Lkw-Verkehr am Hirschberg vorgesehen."

In Kenntnis gesetzt wurden die Ortsratsmitglieder über die Anhebung der Elternbeiträge in städtischen Kindertageseinrichtungen. Wie Bärbel Schminke vom Schul-, Kultur- und Sportamt informierte, steigen sie in den Krippen um sechs /zehn Euro, im Kindergarten um zwei Euro und im Hort um vier Euro pro Monat. Zurückzuführen ist diese etwa sechsprozentige Erhöhung zum Vorjahr vor allem auf die 20 neuen Krippenplätze in der Talstraße, die "entsprechend personalisiert sind". Wobei das nur "die normale Erhöhung" sei, betonte Bärbel Schminke, "ohne das, was nach dem Streik noch dazu kommt". In Neunkirchen werden 25 Prozent der Personalkosten auf die Eltern umgelegt. Derzeit arbeiten knapp 200 Mitarbeiter in den städtischen Einrichtungen. "Wie nehmen das zustimmend zur Kenntnis", gab Ortsvorsteher Hans Kerth zu Protokoll.

Geplant sind in Wellesweiler weitere "Stolperstein"-Aktionen, so die Antwort aus dem Rathaus auf die Frage aus dem Ortsrat. Wo genau, sei noch offen. Falsch verlegt ist offenbar der erste, im April an der Alten Schmiede eingesetzte Stolperstein, so Kerth. Dabei handelt es sich um den Gedenkstein für den am 11. November 1888 in Wellesweiler geborenen und am 24. Februar 1944 im KZ Buchenwald ermordeten Karl Müller.