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Feuerwehr-Einsatz
Kamin verstopft: Brandrauch dringt in Wohnhaus ein

Neunkirchen. Starker Brandgeruch und Rauchentwicklung im Dachgeschoss eines Wohnhauses rief am späten Donnerstagnachmittag die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen auf den Plan. Der vermeintliche Brand entpuppte sich nach eingehender Untersuchung durch die Feuerwehrleute als verstopfter Kamin der Heizungsanlage. Das hat die Feuerwehr jetzt mitgeteilt.

Einer Hausbewohnerin waren der beißende Geruch und der Rauch unter dem Dach des Hauses aufgefallen. Sie verständigte über den Notruf die Feuerwehr, für die gegen 17.32 Uhr Alarm ausgelöst wurde. Aus den Löschbezirken Neunkirchen-Innenstadt und Wellesweiler fuhren Einsatzfahrzeuge die Kochgasse an. Zwar konnten die angerückten Feuerwehrleute schnell ein offenes Feuer ausschließen, die Quelle des Brandgeruchs und Rauches blieb aber zunächst unklar. Ein Feuerwehrtrupp mit Atemschutz- und Messgeräten unterzog das Wohnhaus einer Kontrolle. Den stärksten Brandgeruch fanden die Feuerwehrleute im Kellergeschoss nahe der Pelletheizung vor. Außerdem konnten sie eine merkliche Erhitzung des Kaminrohres im Dachbereich feststellen. Um den Kamin näher kontrollieren zu können, manövrierten die Feuerwehrangehörigen die Drehleiter in die enge Kochgasse. Mit speziellen Spiegeln wurde der Kamin von unten über eine Revisionsöffnung im Keller und von oben vom Korb der Drehleiter aus näher in Augenschein genommen. Im Kamin war ein Verschluss. Rußablagerungen verstopften den Kamin und ließen die Abgase nicht mehr reibungslos abziehen. Während die Heizungsanlage durch den Schornsteinfeger vorübergehend stillgelegt wurde, kümmerte sich die Feuerwehr um eine entsprechende Belüftung des Hauses mit speziellen Überdrucklüftern. Nach Abschluss der Arbeiten konnten die Bewohner wieder ins Haus.



Für die Dauer des Feuerwehreinsatzes musste die Schlossstraße zwischen den Einmündungen Allee- und Brauereistraße zeitweise komplett gesperrt werden.