Kadrija denkt sogar an den Aufstieg

Kadrija denkt sogar an den Aufstieg

Trotz der Unruhen im Verein spielt die Mannschaft von Borussia Neunkirchen eine starke Saison. Das soll gegen das Schlusslicht aus Zweibrücken fortgeführt werden. Kadrija sieht sogar den Aufstieg in Reichweite der Borussen.

Mefail Kadrija gehört mit anderen Spielern zu den treibenden Kräften, wenn es um den derzeitigen Lauf von Borussia Neunkirchen geht. Der Mittelfeldspieler ist an fast jedem Angriff des Fußball-Oberligisten beteiligt und viele Angriffe fanden zuletzt ihr Ziel. Das soll am Samstag so weitergehen, wenn um 15.30 Uhr der punktlose Tabellenletzte SVN Zweibrücken ins Ellenfeld kommt.

"Wir haben einfach eine super Mannschaft. Das ist das komplette Gegenteil zu letzter Saison. In diesem Jahr kämpft jeder für jeden, und wir spielen Fußball, wie es sich gehört", meint Kadrija, "wenn das zusammenkommt, hat man im Fußball eben Erfolg." Das Einzige, das man der Mannschaft von Trainer Michael Petry vorwerfen kann, sind die Anfangsphasen der letzten Spiele. Die wurden konsequent verschlafen, was teilweise zu Gegentoren und Rückständen führte. "Ich weiß selbst nicht, warum wir diese Anfangsphasen auch nach der Halbzeit oft verpennen. Wenn wir das noch abstellen könnten, wären wir ganz vorne unterwegs", sagt Kadrija.

Ganz vorne stehen im Moment die TuS Koblenz (1. Platz, 31 Punkte) und der SC Hauenstein (2., 29). Dahinter folgt zwar schon die Borussia (3., 21), allerdings beträgt ihr Vorsprung auf Platz acht gerade einmal zwei Punkte. "Wenn ich sehe, wie es gerade läuft und dass in dieser Liga alles machbar ist, würde ich schon gerne aufsteigen", gibt Mefail Kadrija zu.

Den Fokus trotz der Arbeit an der Insolvenzvermeidung im Hintergrund auf das Sportliche zu legen, scheint Petry und seinem Team zu gelingen: "Das Thema ist von uns im Moment ganz weit weg", bestätigt Kadrija und ergänzt: "Das ist auch nicht unsere Aufgabe, sondern die des Vorstands. Wir müssen schauen, dass wir die nächsten drei Punkte einfahren." Die sollten gegen Schlusslicht SVN Zweibrücken sicher sein. Der ebenfalls finanziell gebeutelte Regionalliga-Absteiger hat bisher alle zwölf Ligaspiele verloren. "Trotzdem: Wenn man so ein Spiel auf die leichte Schulter nimmt, dann läuft es gegen einen. Wir müssen genauso konzentriert herangehen, wie gegen die anderen Teams in den Spielen zuvor", warnt Kadrija, der 2014 aus Zweibrücken nach Neunkirchen wechselte.

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