Handball Ist der Knoten beim TV Merchweiler nun geplatzt?

Merchweiler · Vier Spiele und eine ganze Menge Energie hat es gebraucht, ehe die Herren des TV Merchweiler in der Handball-Saarlandliga ihren ersten Sieg und damit ihre ersten Punkte bejubeln konnten. „Das ist auch mal Zeit geworden“, sagt Tobias Ranft und lacht. Er stand nach einer Verletzung wieder im Kader und hatte beim 27:25 (12:12)-Sieg gegen die VTZ Saarpfalz mit sechs Treffern, davon drei Siebenmeter, die meisten seiner Mannschaft. Er erklärt: „Wir haben nicht den Anfang vom Spiel verschlafen. Sonst haben wir die ersten 15 Minuten immer vergeigt. Wir haben es mal geschafft, mit einem Unentschieden in die Halbzeit zu gehen.“

Tatsächlich war das Spiel wahnsinnig ausgeglichen. Merchweiler schaffte es nicht, sich einen Vorsprung zu erspielen. Nach 2:2, 5:5 und 9:7 hatte Zweibrücken zur Pause auf 12:12 ausgeglichen. Insgesamt zwölf Mal stand es im Spielverlauf unentschieden. Besonders Maurice Kaufeld und Jaroslav Dobrovodsky führten die Gäste immer wieder zurück ins Spiel. Die beiden Linkshänder sorgten für gewaltige Feuerkraft aus dem Rückraum und erzielten gemeinsam 13 der 25 Treffer der Gäste. Routinier Dobrovodsky egalisierte um die 40. Minute mit einem Dreierpack im Alleingang die 17:15-Führung durch Merchweiler und wandelte sie in einen 17:18-Rückstand. Erst die Schlussphase brachte die Entscheidung.

„Grundsätzlich ging das von der Kondition her. Ihnen ist irgendwann die Luft ausgegangen und wir haben zwei, drei einfache Balleroberungen gehabt“, beschreibt Ranft. Erst als Merchweiler in den Schlussminuten den Nachbrenner zündete und durch Ralph Rechkemmer und Philipp Henkel einen 25:22-Vorsprung erspielte (54.), konnten sich die Gäste nicht mehr davon erholen. Deren Aufholjagd endete beim 24:25. Ranft per Siebenmeter und erneut Rechkemmer im Gegenstoß brachten den Sieg in trockene Tücher.

Am kommenden Samstag (19.30 Uhr) trifft Merchweiler auf den TuS Brotdorf. Unterdessen stehen die Handballfreunde Illtal 2 am Wochenende vor einer Riesenaufgabe. Der Tabellenvorletzte muss ebenfalls am Samstag um 19.30 Uhr zum Saarlandliga-Spitzenreiter HWE Homburg ins Sportzentrum Erbach.