Neue Infotafel Wiebelskircher rücken ihre Kirche in den Blickpunkt

Wiebelskirchen · Die evangelische Kirche gehört zweifelsohne zu den markantesten Bauwerken von Wiebelskirchen. Sie prägt das Ortsbild. Das Gotteshaus ist aber ebenso ein kulturgeschichtlich ganz bedeutendes Gebäude mit wissenschaftlich belegten Erkenntnissen, die mehr als 2000 Jahre zurück reichen. Wichtige historische Daten und Ereignisse zu der Kirche sollen aber nicht nur den Historikern und Heimatkundlern vorbehalten bleiben. Wesentliche Eckdaten zur Kirchengeschichte können Interessierte deshalb jetzt auf einer Informationstafel nachlesen, die auf Initiative des Männerkreises der evangelischen Kirchengemeinde kürzlich vor der Kirche angebracht wurde. Zu dieser Gemeinschaft gehört auch der Wiebelskircher Heimatforscher Norbert Hell, der wie kein anderer mit der Kirchengeschichte und der Historie des Ortes bewandert ist. Deshalb verwundert es nicht, dass von ihm auch die Initiative zu der Beschilderung ausging.

 Vorsitzender Fritz Welter (links) mit weiteren Mitgliedern des evangelischen Männerkreises vor der neuen Informationstafel.

Vorsitzender Fritz Welter (links) mit weiteren Mitgliedern des evangelischen Männerkreises vor der neuen Informationstafel.

Foto: Heinz Bier

Die Tafel wurde in einer Bexbacher Firma angefertigt, den Aufbau und die Kosten hat der Männerkreis übernommen. Ein Impulsgeber für die Hinweistafel an der Kirche waren ähnliche Beschilderungen bedeutender Bauwerke in Nachbarorten, erzählt Fritz Welter, der Leiter des Männerkreises. Weiter erklärt er zur Absicht, die mit der Tafel verfolgt wird: „Es kommen immer wieder Leute von auswärts hierhin, die sich gerne über die Kirche informieren möchten. Das ist nun möglich, auch wenn die Kirche verschlossen ist“. Die Beschaffung der Hinweistafel ist nicht die einzige gut gemeinte Aktion des evangelischen Männerkreises. Sie fügt sich ein in eine ganze Reihe gemeinnütziger Aktivitäten der Gemeinschaft in den vergangenen Jahren. Ebenso wie der Vorsitzende weisen auch Schatzmeister Günther Klasen, Hermann Lang, Günter Alt, Willi Kümmel, Dieter Buss und Olaf Schuler im Gespräch mit unserer Zeitung unter anderem auf regelmäßige Spenden hin, die der Männerkreis alljährlich im Dezember für wohltätige Zwecke zur Verfügung stellt. Viel Aufhebens haben die Mitglieder des Männerkreises in der Vergangenheit darum nicht gemacht. Unter dem Strich, und das im wörtlichen Sinn, sind in den letzten Jahren aber rund 18 000 Euro an Spendengeldern zusammengekommen sind, mit denen karitative Einrichtungen oder Menschen in schwierigen Situationen unterstützt wurden. Eine stolze Summe, denn immerhin finanziert der Männerkreis seine Aktivitäten ausschließlich mit dem Beitragsaufkommen der 109 Mitglieder und dem Erlös aus der Bewirtschaftung im Stall. Auch die gesamte Kirchengemeinde ist froh über das Engagement des Männerkreises. Sichtbares Zeichen waren Lyoner, Weck und Bier, mit denen Küsterin Claudia Zilz und Volker Schweig, der Vorsitzende des Presbyteriums, während des SZ-Gespräches im „Stall“, dem Kommunikationsraum gegenüber der Kirche auftauchten, um sich spontan für das Geleistete „und ganz besonders für die schöne Hinweistafel an unserer Kirche“ zu bedanken.

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