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In Wellesweiler brannte die Luft

Frontmann Bernd Dorst von der Neunkircher Lokalband Blizzard ließ es beim Wellesweiler Open Air richtig krachen. Foto: Jörg Jacobi
Frontmann Bernd Dorst von der Neunkircher Lokalband Blizzard ließ es beim Wellesweiler Open Air richtig krachen. Foto: Jörg Jacobi FOTO: Jörg Jacobi
Wellesweiler. Kerstin Disque-Sommer, Inhaberin der Kneipe „Eifeleck“ in Wellesweiler, hatte das zweitägige Open Air mit fünf Rockbands aus der Region auf die Beine gestellt. Und als Zugabe gab's eine Feuershow. Jörg Jacobi

Kleines Wacken in Wellesweiler . Zum ersten Mal fand in Wellesweiler ein Open-Air-Konzert statt. Die Idee wurde von der Inhaberin der Kneipe "Eifeleck", Kerstin Disque-Sommer, umgesetzt. In ihrer Kneipe finden übers Jahr verteilt immer wieder mal kleinere Rockkonzerte statt. Der leidenschaftliche Heavy-Metal-Musikfan Kerstin, die auch schon oft in Wacken war, dachte über die Möglichkeit nach, so etwas im Kleinen in Wellesweiler zu präsentieren. Letztes Jahr im April wurde ein Konzept dem Ordnungsamt in Neunkirchen vorgelegt. 14 Tage später kam von der Stadt das OK und grünes Licht. Unterstützung bei Planung Organisation, Hilfe und dem Aussuchen der Bands bekam Kerstin Disque-Sommer vom Dart-Verein DC Die Eierkepp und dem Rock- und Metalclub Iron Heade Neunkirchen. So verwandelte sich der Berthold-Günther-Platz in Wellesweiler am Samstag und Sonntag in ein Rocktheater. An beiden Tagen spielten fünf Bands abwechslungsreiche Stilrichtungen der etwas härteren Töne. Die Beschallung war allerdings nicht übertrieben laut, sondern zeugte von einer sehr gut abgemischten Tonsteuerung. Die Anwohner am Platze, schon etwas ältere Generation, fanden die Veranstaltung sehr gelungen und meinten unisono: "Das ist einmal was ganz anderes in Wellesweiler und wir sind mittendrin". An beiden Tagen waren sie an einem der Stehtische vor Ort, um ein kühles Bierchen zu trinken und mit den "Rockern" die Musik zu hören und mitzufeiern. Am Samstag wurde das Konzert mit der Band Eimyria, eine Folk-Metal-Band aus dem Raum Saarbrücken, eröffnet. Danach spielten Rocketfuel, eine Rockband aus Neunkirchen. Den Abschluss an diesem Tag machte die Hard-Rock-Band Blizzard, ebenfalls aus Neunkirchen. Sonntags spielten Tendenz aus St. Ingbert Deutschrock. Zum Festivalabschluss griffen die Jungs von Juttas Brischt, eine Judas-Priest-Tribute-Band aus Karlsruhe, noch einmal kräftig in die Saiten. Über die beiden Tage kamen trotz des parallel laufenden Konzertes "Rocco del Schlacko" über 1000 Besucher zum 1. Wellesweiler Open Air. Bei freiem Eintritt, bestem Sonnenwetter und einer mit Bierzeltgarnituren bestückten Freifläche wirkte die Location wie ein großer rockender Biergarten. Manuel und Tanja Urso waren aus Homburg hierher gekommen, sie hatten von ihrer Freundin Andrea vom Konzert erfahren und meinten: "Klasse Musik, sehr abwechslungsreich, für jeden Geschmack was dabei, es läuft, die Musik haut rein." Kerstin Disque-Sommer hatte einen Homburger Sicherheitsdienst (HSD) mit sechs Personen engagiert, den man allerdings eigentlich nicht gebraucht hätte. Der Chef der HSD, Timo Greß, meinte aus seiner Erfahrung: "Auf Heavy-Metal-Festivals geht es meist sehr positiv und gesittet zu. Das Fest hier in Wellesweiler hat auch uns allen Spaß gemacht, ganz ohne Zwischenfall."


Ortsvorsteher Dieter Steinmaier, im besten Altrockeralter, war auch voll des Lobes für diese Veranstaltung, er meinte: "So etwas Einzigartiges hat in Wellesweiler noch gefehlt."

Ein Highlight beendete am Samstagabend das 1. Wellesweiler Open-Air. Mit einer grandiosen Feuershow zeigte die Truppe Midracula, wie man mit Feuer am nächtlichen Abend die Konzertbesucher zum Abschluss verzaubern kann. Alle, die an den beiden Tagen mithörten und mitfeierten, wünschen sich von Kerstin im nächsten Jahr eine Fortsetzung.