In Neunkirchen gibt es fünf Bewerber für das Amt des Oberbürgermeister

OB-Wahl in Neunkirchen : Eine Handvoll Kandidaten will ins Neunkircher Rathaus

37 000 Neunkircher können bei der Wahl am Sonntag über einen neuen Oberbürgermeister abstimmen. Für Amtsinhaber Jürgen Fried (SPD) ist Schluss.

Der Neue wird nicht mehr der Alte sein. Jürgen Fried (SPD) tritt nach einer Amtszeit als Oberbürgermeister der Kreisstadt Neunkirchen nicht mehr an. Die ungefähr 37 000 Wahlberechtigten sind am Sonntag aufgerufen, einen Nachfolger zu wählen und können sich dabei für einen von fünf Kandidaten entscheiden.

Jörg Aumann, amtierender Bürgermeister von Neunkirchen, ist der Kandidat der SPD. . Foto: BeckerBredel

Für die SPD geht der Neunkircher Bürgermeister Jörg Aumann (50) ins Rennen. Der gebürtige Saarbrücker wuchs in Schwarzenholz auf und lebt mit seiner Familie seit zehn Jahren in der Kreisstadt. Er setzt im Wahlkampf unter anderem auf seine Erfahrung in der Stadtverwaltung. Am wichtigsten sei ihm ein lebenswertes Neunkirchen mit einer guten Bildungs-Infrastruktur, vor allem für junge Menschen. „Bildung ist der Schlüssel zu allem“, sagt der studierte Volljurist mit Befähigung zum Richteramt. Als OB will Aumann Neunkirchen als Job- und Einkaufsmagnet des Ostsaarlandes etablieren und ausbauen.

Dirk Käsbach, Beigeordneter der Stadt Königswinter, tritt für die CDU an. Foto: Thomas Seeber

Der gebürtige Wipperfürther (NRW) Dirk Käsbach (46) tritt für die CDU an. Käsbach ist als Kämmerer und Erster Beigeordneter bei der Stadt Königswinter angestellt, in der er unter der Woche lebt und arbeitet. An den Wochenenden pendelt der dreifache Vater zu seiner Lebensgefährtin nach Dudweiler. Der diplomierte Verwaltungswirt hat vor allem die Themen Sicherheit und Sauberkeit auf dem Wahlkampfzettel. Für beides möchte er im Falle einer Wahl durch „entschlossenes und konsequentes Handeln“ sorgen. Zudem setzt er auf Transparenz, Beteiligung und nachhaltiges Denken.

Die Politikwissenschaftlerin Tina Schöpfer geht für die Grünen ins Rennen. Foto: Schöpfer

Tina Schöpfer (43) möchte für Bündnis 90/Die Grünen an die Neunkircher Verwaltungsspitze. Die gebürtige Ottweilerin setzt in der Herrenrunde auf Frauenpo­wer. „Wer Frauen will, muss Frauen wählen“, sagt die studierte Politikwissenschaftlerin, die als Referatsleiterin im saarländischen Finanz- und Europaministerium arbeitet. Als Oberbürgermeisterin möchte Schöpfer die Bürger in wichtige Entscheidungen öfter einbeziehen und im Stadtgebiet das Angebot an Grünflächen erhöhen. Außerdem möchte sie „mehr Leben in die Innenstadt und in die Ortskerne bringen“. Tina Schöpfer ist verheiratet und lebt im Stadtteil Kohlhof.

Der Architekt Peter Habel will für die FDP das Rathaus erobern. Foto: Alexa Kirsch. Foto: Peter Habel/alexa kirsch

Für die FDP tritt der gebürtige Neunkircher Peter Habel (55) an, der die gefühlte Sicherheit in der Innenstadt durch eine bessere Beleuchtung und mehr Präsenz der Ordnungskräfte verbessern möchte. Habel, studierter Architekt, ist zweifacher Vater und lebt in einer Partnerschaft in Neunkirchen. Er will sich für mehr Transparenz einsetzen und etwa Sitzungsunterlagen des Stadtrates im Internet für jedermann zugänglich machen. Auch bei behördlichen Angelegenheiten setzt Peter Habel aufs Internet, er will diese zum Teil online für die Neunkircher ermöglichen.

Der Archäologe Christoph Schaufert, Mitarbeiter im Landtag, tritt für die AfD an. Foto: Thomas Seeber

Christoph Schaufert (49) tritt für die AfD bei der Wahl zum OB an. Schaufert lebt mit seiner Frau und vier Kindern in Neunkirchen, wo er auch geboren ist. Sollte er die Wahl gewinnen, möchte der studierte Archäologe, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter für die AfD-Fraktion im Landtag arbeitet, die kulturelle Seite der Stadt stärken, zum Beispiel durch ein Museum, ergänzend zum Neunkircher Hüttenweg. Außerdem möchte Schaufert die Themen Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit angehen und die Jugend in der Kreisstadt fördern.

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