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Lebendiger Adventskalender
Kalender bringt Menschen zusammen

Jeden Tag öffnet sich ein neues Türchen: Der Lebendige Adventskalender versetzt die ganze Stadt in vorweihnachtliche Stimmung.
Jeden Tag öffnet sich ein neues Türchen: Der Lebendige Adventskalender versetzt die ganze Stadt in vorweihnachtliche Stimmung. FOTO: picture-alliance/ dpa / Achim Scheidemann
Neunkirchen. Liebevoll gestaltete Szenen des Lebendigen Adventskalenders führen in Neunkirchen durch die Vorweihnachtszeit. Von Petra Alles

„Die Idee des Lebendigen Adventskalenders beruht auf Gemeinschaft, Nachbarschaft und Zusammenkunft“, fasst Pfarrerin Britt Goedeking von der Evangelischen Kirchengemeinde Neunkirchen das Konzept zusammen. Seit nunmehr neun Jahren organisiert sie das Programm mit ökumenischer Unterstützung. Während der Adventszeit geht täglich ein Türchen auf. So bahnt sich der Kalender seinen Weg durch die Stadt. Institutionen, Vereine, ganze Nachbarschaften, Einrichtungen oder Privatpersonen laden zu liebevoll gestalteten Szenen ein, die die Besucher durch die Vorweihnachtszeit führen.


Viele der Akteure sind schon von Anfang an dabei, wie Hans-Jürgen Ruppenthal, der dieses Jahr am 14. Dezember mit „Feuer im Advent“ eine besinnliche Überraschung bereithält. „Gerade für die privaten Teilnehmer ist es etwas Besonderes. Die ganze Nachbarschaft kommt zusammen. Dafür haben wir gemeinsam mit der Firma Janzen Werbung, die uns ehrenamtlich unterstützt, Einladungskarten und Plakate gestaltet, die man in der Gegend verteilen kann. Gerade an Weihnachten entstehen durch das nachbarschaftliche Zusammensein außergwöhnliche Erlebnisse. Man rückt näher zusammen“, freut sich Goedeking. Für die öffentlichen Institutionen bietet sich die Gelegenheit, durch die Ausgestaltung des Adventskalendertürchens außerhalb des Arbeitsalltages mit Kollegen und Teilnehmern etwas entstehen zu lassen.

Und das ist in jedem Jahr etwas anderes; fast alle Teilnehmer lassen sich für 2018 etwas Neues einfallen. Bis auf die, deren Ideen sich bisher so großer Beliebtheit erfreut haben, dass sie fester Bestandteil des Programms wurden. Beispielweise das Friedenslicht der Familien Niestreu, Gross und Schillo: In den achtziger Jahren wurde die Friedenslichtaktion vom Österreichischen Rundfunk gegründet. Jedes Jahr entzündet ein Kind in Bethlehem eine Kerze. Dann macht sich das Licht auf den Weg durch die Welt, um für den Frieden einzustehen, um Menschen zusammenzuführen und Grenzen zu überwinden. Ein symbolisches Friedenslicht steht am 22. Dezember im Biberweg 7, begleitet von einem weihnachtlichen Programm.



Auch die Adventslieder, gesungen von der Kantorei der evangelischen Kirchengemeinde, im Diakonie Klinikum Neunkirchen, rufen bei der Pfarrerin intensive Erinnerungen hervor: „Jedes Jahr erleben wir es, dass Patienten, Angehörige und Besucher spontan stehen bleiben und mitsingen. Viele sind davon sichtlich ergriffen.“ Solche Erlebnisse rechtfertigen die Mühen jedes Jahr aufs Neue, ist sich Goedeking sicher.

Das komplette Programm des Lebendigen Adventskalenders im Internet: