In Ferien sind Schulen Baustellen

Der Kreis Neunkirchen investiert in diesem Jahr knapp zwei Millionen Euro in die weiterführenden Schulen. Brandschutz, Inklusion und energetische Sanierung stehen in verschiedenen Gebäuden an. Alleine 750 000 Euro sind fürs Krebsberg-Gymnasium in der Planung. Die Turnhalle in der Fernstraße wird abgerissen.

Schüler können es kaum erwarten, die Bauleute des Kreises ebenso: In drei Wochen fangen die Sommerferien an. Während für die jungen Menschen dann aber Freibad und Urlaub auf dem Plan stehen, schleust die Verwaltung viele Handwerker in die weiterführenden Schulen. Denn die sechs freien Wochen eignen sich hervorragend, an den Schulgebäuden, die der Kreis in seiner Obhut hat, Sanierungen und Bauarbeiten anzugehen. Landrat Sören Meng: "Die Sommerferien sind immer eine sehr bauaktive Zeit in den Schulen. Dieses Jahr investiert der Landkreis Neunkirchen knapp zwei Millionen Euro ." Hinzu kommen rund 400 000 Euro Fördergeld.

Unter verschiedenen Gesichtspunkten fließt Geld in die Bildungshäuser. Drei Stichworte gibt Thorsten Mischo, für die Bautechnik im Landratsamt zuständig: Brandschutz , energetische Sanierung, Inklusion. Größter Einzelposten ist die Sanierung des Gymnasiums am Krebsberg gemäß des Brandschutzkonzeptes. Dafür sind 500 000 Euro eingeplant. Mischo: "Das wird uns über die Sommerferien hinaus und wohl den Rest des Jahres beschäftigen." An dem Neunkircher Gymnasium geht es beim Brandschutz vorwiegend um die Fluchtwege. Aber auch unter energetischen Aspekten steht die Schule auf dem Zettel der Bauverwaltung. Weitere 250 000 Euro stehen bereit für Fenster und Fassade am naturwissenschaftlichen Gebäude.

Brandschutz große Aufgabe

Für das benachbarte Steinwald-Gymnasium sind 25 000 Euro vorgesehen, um den Brandschutz konzeptionell anzugehen, aber auch 60 000 Euro für sanitäre Anlagen. Brandschutz , sagt Landrat Meng, sei "eine riesige Aufgabe", die der Kreis sukzessive abarbeite. In Punkto Energie einsparen stehen neben dem Neunkircher Krebsberg auch Arbeiten am Illinger Gymnasium, dem Sozialpflegerischen Berufsbildungszentrum Neunkirchen und der Gemeinschaftsschule Schiffweiler an. In Fenster und Fassaden fließen in Illingen 350 000, im BBZ Neunkirchen 250 000 und in Schiffweiler 150 000 Euro . Bei den energetischen Sanierungen ist das Wirtschaftsministerium als Zuschussgeber mit 40 Prozent im Boot.

Geld für Akustik

Verschiedene Arbeiten unter der Rubrik Inklusion haben nach den Worten von Mischo schon begonnen. Am Gymnasium Ottweiler verbaut der Kreis für verbesserte Raumakustik 50 000 Euro , an der Gemeinschaftsschule Illingen 20 000 Euro , am Gymnasium Illingen und der Ganztagsgemeinschaftsschule (GGS) Neunkirchen jeweils 15 000 Euro .

Letztlich sei man immer bestrebt, erklärt Mischo, bei Bauarbeiten alle Gesichtspunkte im Auge zu behalten und möglichst miteinander zu verbinden. So werde immer geschaut, ob etwas für das Thema Inklusion herauszuholen sei. Die Inklusion, sagt auch Meng, werde heute an den Standorten "gelebt". So seien heute viel mehr Hörgeschädigte in den Regelschulen. Die akustischen Anforderungen an die Räume seien gewachsen, mit den Arbeiten in diesem Jahre werden Störgeräusche in Klassenräumen beseitigt.

Daneben gibt der Kreis 150 000 Euro aus für seine Förderschule Geistige Entwicklung, 225 000 Euro dürfte die Sanierung des Schulhofes der GGS in der Haspelstraße kosten. Das Gelände werde dort deutlich aufgewertet, erklärt Landrat Meng.

Ein weiterer großer Posten im Budget ist der Abriss der Turnhalle Fernstraße. Die TuS-Halle ist ertüchtigt worden, berichtet der Verwaltungschef, der Sportunterricht mehrerer Schulen wurde umgesiedelt. Die marode Halle, schon seit anderthalb Jahren zu, kommt jetzt weg. Kostenpunkt: 250 000 Euro . Ein Großprojekt wirft zudem seine Schatten voraus: Das technisch-gewerbliche BBZ Neunkirchen bedarf einer Generalsanierung. Kreis-Mitarbeiter Mischo spricht von 7,75 Millionen Euro . Derzeit liefen die Planungen, die Bauabwicklung ist auf drei Jahre ausgerichtet.