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Programm der Familienbildungsstätte
In diesem Haus ist jeder willkommen

Das Team des Mehrgenerationenhauses (v.l.): Markus Linnebacher (Leiter), Helga Hudzicki (Verwaltung), Anne Schmidt (Leiterin), Anke Linnebacher (Verwaltung).
Das Team des Mehrgenerationenhauses (v.l.): Markus Linnebacher (Leiter), Helga Hudzicki (Verwaltung), Anne Schmidt (Leiterin), Anke Linnebacher (Verwaltung). FOTO: Anne Schmidt
Neunkirchen. Die Katholische Familienbildungsstätte Neunkirchen hat ein neues Veranstaltungsprogramm aufgelegt. Von Anja Kernig

Es scheint sich noch nicht ganz herum gesprochen zu haben. „Wir sind ein Haus, das für alle offen ist – unabhängig von Alter oder Herkunft“, äußert Markus Linnebacher vom Team der Katholischen Familienbildungsstätte Neunkirchen zu Beginn des Pressegesprächs. „Jede und jeder ist willkommen.“



Nicht umsonst trägt die Einrichtung in der Marienstraße 5 den Titel „Mehrgenerationenhaus“ – wie 550 andere Begegnungsorte in Deutschland, die Raum bieten für gemeinsame Aktivitäten und ein nachbarschaftliches Miteinander. Konkret geht es heute um das neue Veranstaltungsprogramm, das mit „Bildung und Begegnung“ überschrieben ist. „Viele der insgesamt 130 Angebote ermöglichen das Zusammentreffen unterschiedlicher Altersgruppen“, erklärt Anne Schmidt, die sich die Leitung mit Linnebacher teilt. Man nehme nur die neue Nähwerkstatt für Kinder und Erwachsene, die ehrenamtliche Hausaufgabenhilfe für Kinder mit Migrationshintergrund oder den Mal-Treff für Jung und Alt. Unter Leitung von Sabine Bernarding widmen sich Teilnehmer des Acryl- und Aquarellkurses dort einmal im Monat zusammen mit Kindern künstlerischen Themen. Für Ältere reicht das Themenspektrum von Sprachen und Gesundheit über Kunst und Literatur bis hin zu politischer Bildung und Ausflügen – Tagesfahrten zum Beispiel ins Elsass, nach Frankfurt oder Metz und einer mehrtägigen Reise nach Annaberg-Buchholz im Erzgebirge. „Wir bieten im Rahmen der Senioren-Akademie auch eine Töpferwerkstatt für Großeltern und Enkelkinder an.“ Besonders interessant dürfte die Stippvisite im Jugendzentrum Neunkirchen werden, wo Frederick Leister über das Leben und die Anliegen hiesiger Jugendlichen Auskunft geben wird.

Junge Familien können bei Yoga-Kursen mit Baby, Pekip, Musikgarten und Eltern-Kind-Spielgruppen Kontakte knüpfen. „Gute Gelegenheit dazu bietet auch das monatliche interkulturelle Generationen-Frühstück“, weiß Schmidt. Womit man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlägt.

Schließlich hat es sich die Familienbildungsstätte zur Aufgabe gemacht, die Begegnung der Kulturen zu fördern. „Das passiert ganz konkret bei den Zusammenkünften der Frauen-Koch-Gruppe Neunkirchen.“ Deutsch-Sprach-Kurse für Migrantinnen ermöglichen Teilnehmerinnen eine schnellere Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Zudem treffen sich syrische Frauen einmal wöchentlich, um interkulturelle Begegnungen zu planen und durchzuführen.

„Wer sich sozial engagieren möchte, findet bei uns ebenfalls das Passende“, ergänzt Linnebacher. Aktuell gesucht werden Zeitspender. „Dabei handelt es sich um ein ganz neues Projekt.“ Dieses will Familien, die Probleme mit der Kinderbetreuung in sogenannten „Randzeiten“ haben, mit Menschen zusammen bringen, die sich eine Betreuung in diesen kritischen Übergangszeiten vorstellen können. „Wer Zeitspender werden möchte, wird von Nicole Burkert und Susanne Wilhlems in einer zweiteiligen Kurzfortbildung fit gemacht.“ Dabei geht es vor allem um pädagogische und versicherungstechnische Fragen. Schon jetzt strömen über den Tag verteilt bis zu 200 Teilnehmer für Aktivitäten aller Art ins Mehrgenerationenhaus. „Mehrfachnutzer rausgerechnet, kommen wir auf etwa 4000 pro Jahr.“ Ginge es nach Schmidt und Linnebacher, dürfen es gern noch viel mehr werden. Die 80 Seiten umfassende Broschüre mit allen Angeboten ist in der Familienbildungsstätte kostenlos erhältlich.



Infos: Telefon (0 68 21) 90 46 50 oder im Internet:

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