In der Schatzkammer der Künstler

Landsweiler-Reden. Was man eventuell braucht oder auch nicht, jedoch unbedingt haben möchte, all das wurde bei der 24. Hobbykünstler-Ausstellung der Gemeinde Schiffweiler in der Landsweiler Klinkenthalhalle feilgeboten. 49 Hobbykünstlerinnen und Künstler hatten mit viel Akribie und kreativem Feingefühl Augenfälliges geschaffen und so die Kauflust der zahlreichen Besucher angeheizt

Landsweiler-Reden. Was man eventuell braucht oder auch nicht, jedoch unbedingt haben möchte, all das wurde bei der 24. Hobbykünstler-Ausstellung der Gemeinde Schiffweiler in der Landsweiler Klinkenthalhalle feilgeboten. 49 Hobbykünstlerinnen und Künstler hatten mit viel Akribie und kreativem Feingefühl Augenfälliges geschaffen und so die Kauflust der zahlreichen Besucher angeheizt. Holzschnitz- und Drechselarbeiten, Schmuck, in verschiedenen Maltechniken entstandene abstrakte und gegenständliche Bilder, Weihnachtskrippen und adventliche Dekoartikel, Brettspiele und exquisite Handarbeiten, die Verlockung war groß, mehr als erlaubt auszugeben. So beispielsweise bei Ros Becker-Seiwert aus Friedrichsthal, die von Hand gefertigte fünfgliedrige Gelenkbärchen aus echtem Mohair mitgebracht hatte. Sie wirbt mit dem Spruch: "Mit Dir, dem Bären, geht's mir schön."

Malerin aus der Pfalz

Eine etwas weitere Anreise hatte Edith Müller. Sie wohnt im pfälzischen Lambsborn und liebt die abstrakte Malerei. Obwohl sie derzeit Tiere wie Pferd oder Wolf in Acrylfarben auf die Leinwand bannt. Bereits seit 18 Jahren ist Lieselotte Biehl aus Heiligenwald als Ausstellerin dabei. Sie strickt Socken mit interessanten Farbzusammenstellungen, häkelt und stickt, auch Umhänge-Lätzchen für Kleinkinder. Die Wiebelskircherin Irma Komp hat ein Faible für Weihnachtsdekorationen. Interessant, dass ihre so genannten flammenlosen Kerzen mit neuster Technik ausgestattet sind. Ein Timer reguliert die Zeit, wie lange die Wachskerze leuchten soll. Brandgefahr ist ausgeschlossen. Mit von der Partie war auch der Schiffweiler Kriminalitätsbeirat, der Möglichkeiten für mehr Vorsorge gegen kriminelle Elemente aufzeigte. Und auch die Kunstgruppe der Neuen Arbeit Saar (NAS) bewies, dass in ihren Reihen etliche kreative Köpfe sind, die Beachtliches leisten können. Dieter Heintz und Tochter Melanie aus Stennweiler stellten Acryl-, Öl- und Aquarellmalereien vor. Besonders die von Vater Dieter geschnitzte Eule besticht durch das filigran heraus gearbeitete Federkleid. Günter Thomas kam aus Wiesbach und präsentierte Gedrechseltes aus Eibe, Obst- und Olivenbaumholz. Ein Hingucker waren Modelle, die aus in Australien wachsenden Banksia-Zapfen mit Samenlöchern gefertigt sind. Und geradezu sensationell rüber kam die Vorführung des Wendekreisels. Erst mal in Schwung gebracht dreht er sich plötzlich um und rotiert auf der Antriebsachse weiter. Der Stennweiler Friedrich Mark hingegen verkaufte Bürgermeister Markus Fuchs gar einen sachkundig geschnitzten Brutkasten. Der Verwaltungschef: "Ich habe nicht nur eine, sondern mehrere Meisen im Garten." Mit dieser Präzisierung ließ er erst keine andere Wertung der Sachverhalte aufkommen. Schließlich bewies der 14-jährige Teenager Lea Wengerek, dass man sich um den hobbykünstlerischen Nachwuchs nicht zu sorgen braucht. Sie wohnt in Remmesweiler und in ihren Händen entstehen ausschließlich Unikate, Halsketten und anderer Schmuck. Wie das? "Vor drei Jahren habe ich mit Cousin Florian, der die Don-Bosco-Schule besuchte, Rosenkränze eingefädelt. Als meine Mama den falschen Draht dafür bestellt hat, habe ich Oma Lonis alte Ketten zerschnitten und nach eigenen Ideen neue gemacht."