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Im Rathaus-Innenhof spielte die Musik

Feierabend-Freiluftkonzert : Im Rathaus-Innenhof spielte die Musik

Zum ersten Feierabend-Freiluftkonzert hat die Bürgerinitiative Stadtmitte eingeladen. Zum Auftakt der Reihe spielten Blank Pages.

Mit „Musik im Viertel“ wollen die Verantwortlichen der Bürgerinitiative Stadtmitte und des Stadtteilmanagements der Stadt Neunkirchen „das Viertel Stadtmitte besser ins Bewusstsein rücken“. So beschrieb Ulrike Heckmann vom Vorstand der Bürgerinitiative die Absicht, die mit dem neuesten Projekt der Stadtteilarbeit verfolgt wird. Die ersten Töne erklangen am Donnerstagnachmittag im Innenhof des Rathauses. Dorthin hatten die Initiatoren zum ersten Feierabend-Freiluftkonzert eingeladen, und das soll kein Einzelfall bleiben. „Es ist angedacht, daraus eine Reihe werden zu lassen“, verriet Stadtteilmanager Wolfgang Hrasky und laut Ulrike Heckmann könnte es „eventuell schon im September ein weiteres Konzert“ geben. Von ihr kam die Idee. Unterstützt wurde die ehemalige Vorsitzende vom Stadtteilmanagement und vielen Ehrenamtlichen. „Es gibt hier im Viertel sicher einige Schwachstellen“, erklärte Heckmann, „aber es gibt auch viele schöne Plätze, und die sollten bespielt werden“.

Das Interesse an der Auftaktveranstaltung im schattigen Rathausinnenhof war groß. Dass der Neunkircher Vollblutmusiker Amby Schillo mit dem Drummer und Percussionisten Shadi Kassis einen Musiker aus Syrien und mit Hasan Hüseyin Talaz einen kurdischen Musiker an seiner Seite hatte, passte irgendwie auch zur Arbeit der Bürgerinitiative. Alle drei spielen schon seit einigen Jahren zusammen. Das ist nach Ansicht des Oberbürgermeisters auch ein Ausdruck für die Wertschätzung anderer Kulturen. „Wir leben alle in einer Welt und können die unterschiedlichen Kulturen genießen“, machte Urlauber Jörg Aumann klar, der sich danach im Baseballtrikot unter die Besucher mischte. Zuvor galt seine Anerkennung aber Ulrike Heckmann und ihren vielen ehrenamtlichen Mitstreitern. „Euer Motto ist nicht maulen, sondern machen“, lobte der Hausherr, „und damit macht ihr die Stadt auch ein bisschen lebenswerter.“

Die Musik der Formation Blank Pages stand unter der Überschrift „East meets West Music“, und das waren überwiegend Stücke mit orientalischen Einflüssen. „Aber wir haben auch einige Popsongs im Programm“, deutete Amby Schillo an. Er selbst sang unter anderem den Song „Inch Allah“ von Sting, aber auch seine beiden Bandkollegen ließen hören, welch großartige Musiker und Sänger sie sind. Das verwunderte auch nicht, denn schließlich sind beide Absolventen der Popakademie in Mannheim. Wer zu dem Konzert in der Erwartung gekommen war, vielleicht eine Coverband mit bekannten Schlagern und Songs zu hören, der wurde am Donnerstag enttäuscht, Liebhaber und Kenner toller Musik aber mit Sicherheit nicht. Drei hervorragende Musiker, immer mal ein Späßchen zwischendurch, das war eine gute Mischung.