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"Ich weiß, wie die Ottweiler Bürger denken"Einladung zur Podiumsdiskussion von SZ und SR am 5. März

"Ich weiß, wie die Ottweiler Bürger denken"Einladung zur Podiumsdiskussion von SZ und SR am 5. März

Ottweiler. "Relativ einfach" sei die Antwort auf die Frage, warum er Bürgermeister in Ottweiler werden wolle. SPD-Kandidat Uwe Meiser muss im SZ-Gespräch nicht lange überlegen. "Ich bin in Ottweiler geboren und aufgewachsen, habe hier Abitur gemacht und arbeite mittlerweile hier. Ich weiß, wie die Ottweiler Bürger denken und weiß, was kommunalpolitisch am Köcheln ist

Ottweiler. "Relativ einfach" sei die Antwort auf die Frage, warum er Bürgermeister in Ottweiler werden wolle. SPD-Kandidat Uwe Meiser muss im SZ-Gespräch nicht lange überlegen. "Ich bin in Ottweiler geboren und aufgewachsen, habe hier Abitur gemacht und arbeite mittlerweile hier. Ich weiß, wie die Ottweiler Bürger denken und weiß, was kommunalpolitisch am Köcheln ist." Um es zusammenzufassen: Uwe Meiser sieht das Amt des Bürgermeisters als sehr interessante persönliche Herausforderung und als Chance, im Sinne der Bürger die Stadt voranzubringen.Dass dies keine einfache Herausforderung ist, angesichts wachsender Schulden und schwindender Einwohnerzahlen, ist sich der 53-jährige Betriebswirt absolut bewusst. Wichtig sei es, dass es jemand mache, der sich mit Zahlen auskennt. Diese Fähigkeit wird dem gelernten Bankkaufmann, der von 1981 bis 2002 bei der Sparkasse Neunkirchen arbeitete und anschließend zur Klinikgesellschaft des Landkreises wechselte und seit dem Jahr 2008 stellvertretender kaufmännischer Direktor der Marienhausklinik in Ottweiler ist, wohl niemand absprechen. Doch Uwe Meiser will nicht zum "Herr der Zahlen" reduziert werden. Sein kommunalpolitisches Konzept, das er auch an den Haustüren beim "Klinkenputzen" den potenziellen Wählern erläutert, ziele auf den Menschen ab.

Die große Herausforderung sei nun mal der demografische Wandel. Kernthema sei deshalb die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zwar sei die Stadt Ottweiler "schon sehr gut aufgestellt" in Sachen Krippenplätze, doch könne dieses Angebot noch weiter ausgebaut und qualitativ verbessert werden. Beim Thema Schule setzt Meiser auf den Ausbau der pädagogischen Nachmittagsbetreuung. Was nicht ausschließe, dass sich die Kinder frei entfalten können und ihren Interessen nachgehen. Dies sei zum Beispiel in einer engen Kooperation mit den Vereinen möglich, die ihre Angebote in diesen Nachmittag packen könnten. Selbst in einigen Vereinen aktiv, zum Beispiel als Vorsitzender der Sängervereinigung Mainzweiler, hält das Mitglied im Ortsrat und SPD-Stadtverband die ehrenamtliche Arbeit der Vereine für enorm wichtig. Apropos Ehrenamt. Bürgerschaftliches Engagement wäre auch in dem Projekt unverzichtbar, das Uwe Meiser nach eigenen Worten "sehr am Herzen" liegt. Bei seinen Hausbesuchen habe er erfahren, dass ältere Menschen möglichst lange in ihren eigenen vier Wänden bleiben möchten. Die ältere Generation in ein soziales Netzwerk einzubinden mit professioneller und ehrenamtlicher Hilfe - das sei eine nicht ganz einfache Verzahnung, aber lohnenswert.

Einem Dauerbrenner in Ottweiler will auch der SPD-Bürgermeisterkandidat nicht ausweichen: Ottweiler brauche ein Verkehrskonzept, das die Punkte Erreichbarkeit der Ortsteile, Barrierefreiheit, Parkraumangebot und Interessen der Gewerbetreibenden einbinde. In deren Interesse sei es sicher auch, ein Marketing-Netzwerk zu gründen und sich in einem gemeinsamen Auftritt nach außen hin zu profilieren.

Ein breites Feld also, das der gebürtige Ottweiler bestellen möchte. Die Unterstützung von Ehefrau Bärbel und Tochter Insa, mit denen Uwe Meiser 1999 nach Mainzweiler gezogen ist, sind ihm gewiss. Ihnen sei natürlich klar, dass, soweit er das zulasse, sich sein Leben als Bürgermeister verändern werde. Aber: "Meine Wurzeln hier in Mainzweiler will ich nicht vernachlässigen." Er wolle weiterhin mit seinen Fußballfreunden von der AH wandern gehen und im Gesangverein zu den Proben erscheinen. Mit einem Lächeln verrät Uwe Meiser, dass er dem Dirigenten des Gesangvereins übrigens keinen Wunsch abschlagen könne: "Vom Bass bis zum ersten Tenor habe ich schon alles gesungen." Ottweiler. Im Vorfeld der Bürgermeister-Wahl in Ottweiler am Sonntag, 11. März, veranstalten Saarbrücker Zeitung und Saarländischer Rundfunk eine Podiumsdiskussion mit den drei Kandidaten Paul Distler (parteilos), Uwe Meiser (SPD) und Holger Schäfer (CDU). Als Moderatoren werden SZ-Regionalleiter Manfred Krause und SR-Redakteur Thomas Gerber den Aspiranten für den Bürgermeister-Sessel am kommenden Montag, 5. März, ab 19 Uhr auf den Zahn fühlen.

Nach einer Vorstellungsrunde, stellen sich die Kandidaten nicht nur den Fragen der Moderatoren, sondern steigen auch in eine Diskussion mit dem Publikum ein. Eine gute Gelegenheit also, sich ein persönliches Bild von den drei Bewerbern zu machen. 12 395 Ottweiler Bürger können am 11. März an die Urnen treten. Eine Stichwahl würde am 25. März, gemeinsam mit der Landtagswahl, stattfinden sl

Zur Person

Uwe Meiser, der Kandidat der SPD für die Wahl um das Amt des Ottweiler Bürgermeisters, ist am 17. August 1958 in Ottweiler geboren und wohnt mit Ehefrau Bärbel und Tochter Insa, die die 11. Klasse des Ottweiler Gymnasiums besucht, in Mainzweiler.

Beruflicher Werdegang: nach dem Abitur Wehrdienst, danach Ausbildung zum Bankkaufmann und Weiterbildung zum Sparkassenbetriebswirt bei der Sparkasse Neunkirchen. 2002 Wechsel zur Klinikgesellschaft des Landkreises Neunkirchen als Leiter der Finanzen, seit 2008 stellvertretender kaufmännischer Direktor der Marienhausklinik Ottweiler. Nebenberuflich absolvierte Meiser ein Masterstudium in Gesundheits- und Sozialwirtschaft. Meiser ist seit 1988 SPD-Mitglied und im Mainzweiler Ortsrat und im SPD-Stadtverband. red