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Hunde 40 Stunden weg: SZ-Austräger findet streunende Tiere

Hunde 40 Stunden weg: SZ-Austräger findet streunende Tiere

Schlechte Nachrichten gibt es reichlich. Iris Elsner aus Kohlhof berichtet indes, wie es auch anders gehen kann und Menschen eine große Hilfsbereitschaft an den Tag legen. Vergangene Woche am Montag war sie mittags mit ihren beiden Hunden (Basset Hounds) im Wald unterwegs.

Die Hunde entdeckten zwei Rehe und ließen sich nicht mehr halten. Nachdem sie auch anderthalb Stunden später nicht wieder auftauchten, alarmierte Elsner ihren Mann und eine Freundin, die zur Schutzhütte im Kohlhofer Wald kamen, wie sie berichtet. Eine weitere Bekannte kam mit zwei ausgebildeten Suchhunden, schließlich durchkämmten 14 Leute den Wald. Doch die Suche blieb erfolglos. Tags darauf, so Elsner weiter, fertigte ihre Nichte Suchplakate, die rund um das Waldgebiet aufgehängt wurden. Auch eine viel beachtete Suchmeldung bei Facebook gab es. Weitere Suchaktionen blieben erfolglos. Erst Dienstagsabend gab es Lebenszeichen. Um 4 Uhr am Mittwochmorgen dann der Durchbruch. Ein Mann meldete sich. Er habe ihre Hunde und sei unterwegs Richtung Klinik. Die erleichterte Hundebesitzerin machte sich sofort auf den Weg. Es war ein Zeitungsausträger der Saarbrücker Zeitung, der über ein Suchplakat nahe der Klinik die streunenden Tiere beim Namen gerufen und bei sich hatte. Elsner ist begeistert von der Solidarität insbesondere unter den Hundebesitzern: "Was mich in den 40 Stunden, in denen meine Hunde wie vom Erdboden verschluckt waren, oft sprachlos machte, war die überwältigende Hilfsbereitschaft nicht nur von Nachbarn, Freunden und Familie, sondern vor allem von wildfremden Menschen." Das habe sie sehr gerührt.