Handball: HSG gegen TV - Favorit gegen Favorit

Handball : HSG gegen TV - Favorit gegen Favorit

Es ist Derby-Zeit in der Saarlandliga der Handballdamen. Der Dritte gegen den Ersten. Der Meister gegen Aufsteiger. Die Spitzenmannschaft gegen die Überraschungsmannschaft. Der Favorit spielt gegen den Favoriten, der eigentlich gar keiner ist. Am Samstag um 18 Uhr treffen die HSG Ottweiler/Steinbach auf neutralem Boden auf den TV Merchweiler. Das Spiel in der Sporthalle in Wemmetsweiler ist mehr als nur der Kampf um zwei Punkte und den Platz an der Sonne. Es ist eine Standortbestimmung. Für die beiden Kontrahenten. Aber auch für die gesamte Handball-Saarlandliga, in der die TV-Damen bisher für mächtig Wirbel gesorgt haben. Sie stehen mit 6:0 Punkten auf Platz eins der Tabelle und damit zwei Plätze und zwei Punkte vor Ottweiler.

Die Gäste aus Ottweiler mussten kürzlich ihre erste Saisonniederlage einstecken. Da war die Mannschaft von Heide Friedrich, die das Team nach abgelaufener Saison von Guido Esseln übernommen hatte, allerdings stark geschwächt. Fünf Stammkräfte fehlten, drei waren angeschlagen. Für Samstag sieht die Lage anders aus: „Da haben wir in den sauren Apfel beißen müssen. Es hängen jetzt noch zwei, drei bisschen in den Seilen. Aber es sieht schon gut aus, dass wir zu Kräften kommen“, sagt Friedrich, die offen zugibt: „Es wird ein sau schweres Spiel.“ Der psychologische Vorteil könnte bei den Pantherladies liegen. „Ein kleiner vielleicht“, meint Natalie Raber. Sie ist Kapitän des Aufsteigers. „Ottweiler ist mit einer der stärksten Gegner. Ich denke, dass Ottweiler schon Favorit ist, aber wir die Überraschungsmannschaft, die viele unterschätzen“, meint die 26-Jährige. „Unsere Stärke ist die Abwehr, und dann schnell vorne raus zu spielen. Aber erstmal liegt der Fokus auf der Abwehr.“

Heide Friedrich hält sich indes bedeckt, was ihren Matchplan betrifft. Sie berichtet: „Wir haben gut trainiert, waren alle gut drauf und wissen, was es heißt, dort aufzulaufen“, weiß aber: „Sie haben eine gute Truppe, eine gute Stimmung, stehen auch verdient vorne. Der große Vorteil ist, Merchweiler hat nichts zu verlieren. Gar nichts. Die sind auf der Euphorie-Welle brandgefährlich.“

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