| 19:16 Uhr

Hier gehen Türen auf

Die Tür zum evangelischen Gemeindezentrum in der Heizengasse öffnet sich am 7. Dezember. Pfarrerin Britt Goedeking (links) wird Geschichten vorlesen. Von links: Jürgen Strack, Gemeindesekretärin Anja Lambeng, Gerda Dieudonné und Ilka Strack vom Handarbeitskreis. Foto: Thomas Seeber
Die Tür zum evangelischen Gemeindezentrum in der Heizengasse öffnet sich am 7. Dezember. Pfarrerin Britt Goedeking (links) wird Geschichten vorlesen. Von links: Jürgen Strack, Gemeindesekretärin Anja Lambeng, Gerda Dieudonné und Ilka Strack vom Handarbeitskreis. Foto: Thomas Seeber FOTO: Thomas Seeber
Neunkirchen. Alle Jahre wieder: Wer macht denn eigentlich Weihnachten? Schließlich steckt eine ganze Menge Arbeit dahinter, damit die Menschen in adventliche Stimmung kommen. In unserer Serie stellen wir heute den „Lebendigen Adventskalender“ vor, der auch in diesem Jahr wieder seine Türen in Neunkirchen öffnet. Claudia Emmerich

Die rote "7" prangt schon am Fenster, drunter der Schriftzug "Lebendiger Adventskalender ".



Am 7. Dezember also öffnet das evangelische Gemeindeamt in der Heizengasse seine Tür: Tee, Gebäck und mehr warten um 16.30 Uhr auf die Menschen, die hinter dieses "Türchen" schauen wollen.

Quer durch die Stadt machen rote Zahlen von "1" bis "24" die Stationen auf dem Kalender-Weg durch Neunkirchen sichtbar. Auf den Plakaten sind die Stationen wie auf den Stadtplan gelegt mit goldenen Verbindungslinien dargestellt. Passend zum Motto "Auf dem Weg nach Bethlehem" leuchtet am Ende der "Stern von Bethlehem" über Herz Jesu und der "24" - dann geht um 15 Uhr die Tür auf zur Heiligabend-Feier im Pfarrheim: ". . .in der Herberge ist Platz." Die "1" ziert das Vincenz-Haus in der Hermannstraße. Um 15 Uhr heißt es an diesem Donnerstag: "Alt und Jung teilen die Vorfreude."

Der "Lebendige Adventskalender " geht in seine achte Auflage. Ökumenisch getragen, organisatorisch gestemmt von der evangelische Kirchengemeinde Neunkirchen . Die Einladung ist kostenfrei und nicht an eine Kirchenmitgliedschaft gebunden. Einladende sind neben der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde auch Einrichtungen, Vereine, Nachbarschaften und Privatpersonen. Eingeladen sind Menschen zur Begegnung, jeden Tag an einem anderen Ort: "Es ist ein Weg auf Weihnachten zu durch unsere Stadt."

Im Gemeindeamt in der Heizengasse sind sie vorbereitet und freuen sich, wenn ihre Tür wieder aufgeht und Menschen zu einem besinnlichen Zusammensein hereinkommen, wie Anja Lambeng berichtet. Die Gemeindesekretärin ist mit Pfarrerin Britt Goedeking die organisatorische Kalender-Macherin. Natürlich seien es überwiegend vertraute Gesichter, die der Einladung folgten. Aber manchmal eben auch neue Gesichter: "Dieses Jahr wird die syrische Familie, die im Haus wohnt, mit ihren vier Kinder kommen. Ich habe sie schon eingeladen", erzählt Pfarrerin Goedeking. Sie selbst wird an diesem Nachmittag Geschichten vorlesen. Die ersten zwei Kerzen am Adventskranz brennen. Und, so ist vom Handarbeitskreis zu hören, es gibt wieder eine kleine Überraschung.



Goedeking weist auch auf Türchen "19" hin: Dann wird ab 17 Uhr bei der Neunkircher Tafel die Weihnachtsgeschichte in verschiedenen Sprachen vorgetragen, sind doch auch viele Flüchtlinge Nutzer der Tafel: "Übersetzt wird von Diakonie-Mitarbeitern oder auch von den Familien selbst." Hinter der "5" steckt in diesem Jahr ein kleiner Nikolaus-Umzug - um 16.30 Uhr vom Kirchenladen "Momentum" an der Bliespromenade über den Stummplatz zum Saarpark-Center , wo es noch eine kleine Nikolausfeier gibt. Und nach ihrer Renovierung präsentiert sich die Christuskirche in ihrem neuen Glanz. Hinter der "18" etwa öffnet sich ihre Tür um 16 Uhr zu einem offenen Adventssingen.

Das Plakat mit dem Angebot des "Lebendiger Adventskalenders" liegt an vielen Stellen in der Stadt aus und steht auch im Internet: www.evangelisch-in-neunkirchen.de .

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