Herzliche Worte und ein Kuchen

Zwei afghanische Mitschüler erinnerten sich an den Brauch eines „Lehrertags“ in ihrer alten Heimat. Nun sprach die Schülervertretung der Alex-Deutsch-Schule im Namen aller Kinder ihren Dank aus.

Das Lehrer- und Betreuerteam der Alex-Deutsch-Schule war überrascht und überwältigt zugleich. Im Namen aller 268 Mädchen und Jungen bedankte sich die Schülervertretung "einfach mal so" und ganz spontan für den fürsorglichen und respektvollen Umgang sowie für die viele Arbeit, die Lehrer und Funktionskräfte des Hauses täglich in die Ausbildung und Zukunft der Schüler investieren, wie es in einer Mitteilung der Schule heißt.

In einem eigens einberufenen Pausentreffen der kompletten Schulgemeinschaft gab es neben herzlichen Worten des Dankes eine rote Rose und selbst gebackenen Kuchen für jeden Erwachsenen.

Die Idee zu der ungewöhnlichen und hierzulande sicherlich einmaligen Veranstaltung stammt von zwei afghanischen Mitschülern, die sich an den Brauch eines "Lehrertags" in ihrer alten Heimat erinnert hatten. "In der allgemeinen Achtung und Wertschätzung stehen dort Eltern und Lehrer auf fast der gleichen Stufe", so die Neuntklässler Ali und Wased Sadeghi, die sich nach eineinhalb Jahren Zugehörigkeit rundum wohl an der Alex-Deutsch-Schule fühlen. Im Lehrerkollegium fand der Vorstoß von Ali und Wased großes Gefallen. "An diesem Ereignis wird deutlich, wie vorteilhaft in einer multikulturell geprägten Gemeinschaft der Austausch unterschiedlicher Traditionen sein kann", zeigte sich auch die stellvertretende Schulleiterin Stephanie Urschel von der Aktion sehr beeindruckt.