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Herkunftssprachlicher Unterricht im Saarland

Herkunftssprachlicher Unterricht : Landesweit haben sich 4170 Schüler angemeldet

„Bisher haben sich  schon 4170 Schülerinnen und Schüler für den freiwilligen Herkunftssprachlichen Unterricht gemeldet“, informiert auf Anfrage unserer Zeitung das saarländische Bildungsministerium.

Minister Ulrich Commerçon wertet: „Der Herkunftssprachliche Unterricht ist ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Bildungsgerechtigkeit. Denn unsere Aufgabe ist es, die Stärken jedes einzelnen Kindes und Jugendlichen anzuerkennen, wertzuschätzen und zu fördern. Dazu gehören natürlich auch Herkunftssprachen, denen wir nun mehr Platz in Schulen einräumen. Ich freue mich über die hohen Anmeldezahlen, denn das ist auch ein Zeichen, dass wir Schule an der Realität unser Schülerinnen und Schüler ausrichten.“

Unterricht in der Herkunftssprache ist ein freiwilliges Angebot unter Aufsicht des Bildungsministeriums und steht allen Schülern offen, heißt es weiter. Der Unterricht  startet jetzt zu Beginn des zweiten Schulhalbjahres 2018/2019. Im ersten Schulhalbjahr 2018/2019, so das Ministerium weiter, fand eine Bedarfserhebung bei den Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigten statt, die über die Schulen organisiert wurde. Der Unterricht werde von der Primarstufe bis zum Ende der Sekundarstufe I an allgemeinbildenden Schulen, schulform- beziehungsweise jahrgangsübergreifend erteilt. Zukünftig erfolge am Ende eines jeden Schuljahres eine Bedarfsermittlung für das kommende Schuljahr. Den Unterricht halten muttersprachliche Lehrkräfte (oder vergleichbares Niveau) mit einem Hochschulabschluss.

Eine Auflistung des Ministeriums zeigt, wie viele Schüler aktuell herkunftssprachliche Sprachkompetenzen mitbringen. Russisch etwa 299. Oder aus Arabisch sprechenden Nationen - Syrisch 4540, Afghanisch 178, Ägyptisch 13, Irakisch 176, Iranisch 45, Libanesisch 72.