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| 20:36 Uhr

Zehnjähriges
Heimatstube Heinitz feiert den ersten runden Geburtstag

Die  Museumsdirektoren Hans -Otto Häfner, Michaela Frommelt und Frank Lorschiedter (von links) zeigten den Besuchern die Exponate des einheimischen Bergbaus.
Die Museumsdirektoren Hans -Otto Häfner, Michaela Frommelt und Frank Lorschiedter (von links) zeigten den Besuchern die Exponate des einheimischen Bergbaus. FOTO: Jörg Jacobi
Heinitz. Von Heinz Bier 

 Als Hans-Otto Häfner vor über zehn Jahren erstmals mit dem Gedanken spielte, in Heinitz eine Heimatstube einzurichten, war nicht davon auszugehen, dass eine solche Einrichtung einmal zur Schatzkammer der Heinitzer Bergbauvergangenheit werden würde. Zumal das „Samenkörnchen“ absolut nichts mit dem Bergbau zu tun hatte. Es war der Helm jenes Starfighterpiloten, der 1980 mit seiner Maschine in Heinitz abgestürzt war und sich mit dem Fallschirm retten konnte. Fallschirm und Helm wurden damals sichergestellt und der Helm wurde 2006 anlässlich einer SR-Sendung aus Heinitz von dem Besitzer an Häfner übergeben.

Danach sind immer mehr Gegenstände dazu gekommen, es wurden Räumlichkeiten in der ehemaligen Heinitzer Grundschule angemietet und das Ganze nahm seinen Lauf. Am Samstag feierte die Heinitzer mit einem zünftigen Bergbaufrühstück ihr zehnjähriges Bestehen, und da war es naheliegend, dass Hans-Otto Häfner allen dankte, „die unsere Heimatstube zu dem gemacht haben, was sie heute ist“. Der 74-Jährige war nicht nur der Initiator, er ist auch heute noch zusammen mit Michaela Frommelt und Frank Lorschiedter die gute Seele der Einrichtung. Alle drei gehören zur Arbeitsgemeinschaft (AG) Heinitzer Vereine, deren Mitglieder die Heimatstube ehrenamtlich betreuen.

„Unser Anspruch ist es, durch das Museum die Bergbautradition unseres Ortes aufrechtzuerhalten“, nannte AG-Vorsitzender Lorschiedter ein wichtiges Anliegen der Einrichtung und er fügte hinzu: „Der Bergbau ist weg und viele wissen nichts mehr davon.“ Zu den Prunkstücken der Heimatstube gehört eine holzgeschnitzte Figur der Heiligen Barbara, die das Museum von einer Steigerswitwe erhalten hat. Auch einige Schenkungen der Prinzessin Heide von Hohenzollern stehen in den Vitrinen, die1943 in Heinitz als Tochter des damaligen Bergbaudirektors Helmut Hansen geboren wurde. Die Heimatstube beherbergt aber nicht ausschließlich Relikte aus der Bergbauzeit, sondern auch Gegenstände des täglichen Lebens wie alte Nähmaschinen. „Wir haben auch Sachen, die schon auf dem Sperrmüll gelandet waren“, erklären Häfner und Lorschiedter, „aber alles hat seine Geschichte.“ Was in der Heimatstube noch fehlt, ist die so genannte Goldene Fahne der Grube Heinitz, „aber die liegt wohl irgendwo in einem Haus in einem Schrank“, vermutet Lorschiedter. In zehn Jahren sind eine Menge museale Gegenstände hinzugekommen, so dass die Ausstellungsstücke mittlerweile schon auf den Fluren der ehemaligen Schule hängen: „Wir brauchen dringend noch Räume.“

Die Heinitzer Heimatstube ist an jedem letzten Samstag im Monat von 15 bis 18 Uhr geöffnet, Führungen jederzeit nach Absprache.