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Hasenthalbrücke ist wieder offen

Neunkirchen. red

Entsprechend dem Wunsch der Stadt Neunkirchen sowie betroffener Bürgerinnen und Bürger kann die Hasenthalbrücke bei Neunkirchen wieder zur Überquerung der A8 in Richtung "Franzosenweg" genutzt werden - das teilte das saarländische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr am Freitagmorgen mit.

Die Brücke war seit 2012 gesperrt, nachdem bisher Unbekannte dort zu drei unterschiedlichen Zeitpunkten Kanaldeckel auf die Fahrbahn geworfen hatten (wir haben berichtet). Zwar gab es damals nur Sachschäden, aber es bestand nach Einschätzung der Polizei eine erhebliche Gefahrensituation, zumal es sich in den drei Fällen nach allen Indizien um den oder die gleichen Täter handelte. Weitere Zwischenfälle konnten nicht ausgeschlossen werden, so dass zunächst die Kanaldeckel verschweißt und die Brücke vorübergehend gesperrt wurde.

Nachdem inzwischen eine längere Zeit vergangen ist und keine vergleichbaren Vorgänge in der Nähe zu beklagen waren, haben sich die beteiligten Stellen darauf verständigt, dass eine Aufhebung der Sperrung möglich ist. Allerdings werden durch sicherheitstechnische Vorkehrungen die Risiken vermindert.

Die Polizei , die Straßenbauverwaltung und die Stadt Neunkirchen haben gemeinsam ein Sicherheitskonzept entwickelt. Dazu gehören die Beleuchtung des Übergangs bei Nacht und eine Geschwindigkeitsbegrenzung unterhalb der Brücke ebenso wie die Installation einer Videoüberwachung, um potenzielle Täter abzuschrecken.

Das Unabhängige Datenschutzzentrum des Saarlandes wurde beteiligt. Bürgermeister Jörg Aumann : "Wie an jeder Brücke ist eine hundertprozentige Abwehr aller Gefahren nicht möglich. Mit den gewählten Maßnahmen wird aber zu vertretbaren Kosten die größtmögliche Sicherheit geschaffen, dem berechtigten Bedürfnis der Anwohner nach Nutzung des angrenzenden Naherholungsgebietes Rechnung getragen und die dauerhafte Schließung der Brücke vermieden. Datenschutz und Datensicherheit sind ein hohes Gut und werden in dem Konzept umfassend berücksichtigt." "Es geht bei dem Thema Hasenthalbrücke um die Sicherheit von Verkehrsteilnehmern. Daher wurde es von den Beteiligten mit großer Sorgfalt behandelt. Dass die Sperrung auch eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit mit sich bringt, war von Anfang an klar und wurde damals auch von den Anwohnern akzeptiert. Sie sollte aber kein Dauerzustand bleiben", erklärte der Sprecher des Verkehrsministeriums, Wolfgang Kerkhoff.

Für das Landespolizeipräsidium betonte Gerald Stock, Leiter der Direktion LPP 1 (Gefahrenabwehr/Einsatz), dass die Videoüberwachungsanlage und die Beleuchtungseinrichtung auf der Hasenthalbrücke nur der sichtbare Teil des Gesamtkonzepts sind, mit dem zukünftige Taten verhindert werden sollen. Weitere polizeiliche Maßnahmen, wie etwa offene und verdeckte Streifen zu unterschiedlichen Tages- und Nachtzeiten durch die zuständige Polizeiinspektion, sind zukünftig ebenfalls vorgesehen.

Die Bürgerinitiative Hasenthal, die sich während der fast 30-monatigen Sperrung der Brücke stets für deren Öffnung eingesetzt hatte, lud für Freitagabend, 18.30 Uhr, zu ihrem wohl letzten Treffen ins Hotel Zum Ellenfeld, Zweibrückerstraße, ein.