"Gutshof muss erhalten bleiben"

Furpach. Mit einer Ortsbegehung im Gutshofgelände und einer anschließenden Sitzung in der Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt untermauerte der Furpacher Ortsrat seine Sorge um das Gutshofgebäude. Es sind vor allem an den Fenstern am alten Gutsgebäude und auch am Karchersaal Reparaturen durchzuführen, ehe größere Wasserschäden die bauliche Substanz noch mehr zerstören

Furpach. Mit einer Ortsbegehung im Gutshofgelände und einer anschließenden Sitzung in der Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt untermauerte der Furpacher Ortsrat seine Sorge um das Gutshofgebäude. Es sind vor allem an den Fenstern am alten Gutsgebäude und auch am Karchersaal Reparaturen durchzuführen, ehe größere Wasserschäden die bauliche Substanz noch mehr zerstören. Engagiert erläuterten die Ortsräte unter Führung von Ortsvorsteher Klaus Becker dem Repräsentanten des Amtes für Gebäudewirtschaft, Hans-Joachim Heintz, im Verlaufe der Ortsbegehung die Problemlage. "Der Gutshof und die Parkanlage sind das Schmuckstück unseres Stadtteils", unterstrich Becker. In der Sitzung machte Ortsvorsteher Klaus Becker deutlich, dass bereits eine Maßnahme in Höhe von etwa 35 000 Euro durchgeführt wurde, dass aber noch rund 50 000 Euro für Erneuerungs- und energetische Maßnahmen zur Verfügung stünden. Der Ortsrat war sich einig: "Der Gutshof muss erhalten bleiben!" Der zweite Bauabschnitt "Sanierung Gutshof" werde daher auf die Prioritätenliste 2011 gesetzt, "ganz oben hin", sagte Becker. Ortsratsmitglied Hartmut Ulrich machte darauf aufmerksam, dass noch neue Heizkörper in der Begegnungsstätte anzubringen seien. Lautstark protestierte Olaf Rammo gegen die nachmittägliche Schließung der Schulhöfe an der Grundschule, der späteren Ganztagsschule. "Die Stadt fährt den Ausbau von Kinderspielplätzen zurück, zäunt den Sportplatz ein, da müssen zumindest die Schulhöfe frei bleiben, damit die Kinder spielen oder auch Radfahren lernen können." Hans-Joachim Heintz vom Amt für Gebäudewirtschaft verwies auf die problematische Organisation der Arbeitszeiteinteilung der Hausmeister. Ortsvorsteher Becker aber forderte im Sinne seines Ortsrates eine Lösung zur Offenhaltung der Schulhöfe an Nachmittagen. Peter Hemmer und Olaf Rammo plädierten danach für die Beseitigung von Hecken gegenüber der Zuschauerseite am Sportplatz Ludwigsthal. "Da liegen mindestens 20 Bälle rum, die niemand mehr findet", beklagte Hemmer. Danach setzte doch eine längere Diskussion um diesen Freischnitt ein. "Die Blandaascher monieren, dass Kohlhof und Furpach schöne Sportplätze erhalten hätten, Ludwigsthal aber nicht", meinte Becker. Doch dabei vergäßen die Ludwigsthaler, dass sowohl die Furpacher als auch die Kohlhöfer viel Eigenleistung erbracht hätten. Diese vermisse man aber "uff de Blandaasch". Der Ortsrat will nun eine Lösung finden, die Hecken zurückzuschneiden, oder, so der Vorschlag von Olaf Rammo, Bauaushub von einem Unternehmer beifahren zu lassen, um die Heckensituation zu bereinigen.