Gut zwei Millionen gehen in den Untergrund

Gut zwei Millionen gehen in den Untergrund

Neunkirchen. Auch im Neunkircher Untergrund werden jährlich Millionen bewegt. Das zeigt einmal mehr der Wirtschaftsplan des städtischen Abwasserwerks. Finanzen und Investitionen des Abwasserwerks standen im Vordergrund der gestrigen Sitzung des Neunkircher Stadtrats und wurden einstimmig und ohne Aussprache gebilligt

Neunkirchen. Auch im Neunkircher Untergrund werden jährlich Millionen bewegt. Das zeigt einmal mehr der Wirtschaftsplan des städtischen Abwasserwerks. Finanzen und Investitionen des Abwasserwerks standen im Vordergrund der gestrigen Sitzung des Neunkircher Stadtrats und wurden einstimmig und ohne Aussprache gebilligt. Demnach tätigt das Werk in diesem Jahr laut Plan einen Umsatz von gut 10,2 Millionen Euro. Haupteinnahmequelle des Eigenbetriebs sind naturgemäß die Abwassergebühren der Neunkircher, die 2012 mit 8,77 Millionen Euro veranschlagt sind. Davon geht aber der größte Brocken gleich wieder "flöten" an den Entsorgungsverband Saar, nämlich 7,18 Millionen Euro als Verbandsbeitrag. An Zinsen für laufende Darlehen müssen etwas mehr als eine Million Euro aufgebracht werden. Für die Kanalunterhaltung sind 484 000 Euro eingeplant, der Wertverlust bei den Abschreibungen wird auf 810 000 Euro taxiert. Weil das Abwasserwerk kein eigenes Personal besitzt und sich desjenigen der Stadt bedient, muss es intern 311 000 Euro an Personalkosten "rüberschieben".Im diesjährigen Investitionsprogramm des Abwasserwerks, das 2,45 Millionen Euro stark ist, ist als dickster Brocken ein neues Becken zur Regenwasserbehandlung im Einzugsgebiet der Kläranlage Wellesweiler vorgesehen: 650 000 Euro sind dafür veranschlagt plus eine Verpflichtungsermächtigung von 900 000 Euro für das kommende Jahr. Der Bau des 700 Kubikmeter fassenden Beckens, der sich seit längerem durch eine Großbaustelle bemerkbar macht, entsteht im unteren Bereich des Wagwiesentals (Fern-/Süduferstraße). Er steht in Zusammenhang mit dem dort entstehenden Kreisverkehr. Weitere rund 350 000 Euro verschlingt die Kanalerneuerung in der Pflugstraße.

Eine Maßnahme, die ebenfalls im Investitionsplan des Abwasserwerks enthalten ist, vergab der Stadtrat gestern einstimmig: Die Sanierung des übers Freibadgelände in Wiebelskirchen verlaufenden Entwässerungskanals. Diese Notwendigkeit wurde bereits im Vorfeld der umfangreichen Baderneuerung festgestellt. Nun wird der Kanal über 385 Meter im Inline-Verfahren saniert - dabei werden aushärtende Gewebeschläuche in den bestehenden Kanal eingezogen. Dies erspart umfangreiches "Aufbuddeln". Den Zuschlag für diese Arbeiten erhielt die Firma "Kanaltechnik DF-ING" aus Mandelbachtal zum Angebotspreis von knapp 84 000 Euro.

Personelle Veränderungen

Ein neues Gesicht gab es gestern in den Reihen der Stadtverordneten ebenfalls: Der Wiebelskircher CDU-Vorsitzende Frank Eisenbeis rückte wie angekündigt für Rudi Becker in die CDU-Fraktion nach und wurde vom OB per Handschlag verpflichtet. Der 35-Jährige ist beschäftigt an der saarländischen Fachhochschule für Verwaltung. Eine weitere personelle Neuerung: Ruth Rosemarie Schlecht, die, wie in der SZ berichtet, von der Linken zur SPD gewechselt ist, nahm erstmals bei der SPD-Fraktion (räumlich weiter rechts) Platz.

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